Politik

Thema beim Parteitag Grüne steuern auf Haltung zu Globuli zu

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Für die einen wirksames Hilfsmittel, für Wissenschaftler eher nicht: Globuli.

(Foto: picture alliance / Karl-Josef Hi)

Das Thema Homöopathie ist bei den Grünen ein heißes Eisen. Über Monate wird hinter den Kulissen um eine Haltung gerungen. Dosiert tröpfelt das Ergebnis nun an die Öffentlichkeit. Beim Parteitag soll eine Linie dazu dann endgültig festgelegt werden. Sicher scheint, wer Zuckerkügelchen will, soll sie künftig selbst zahlen.

Die Grünen-Spitze hat einen Kompromissvorschlag zum parteiinternen Streit um die Finanzierung von Homöopathie erarbeitet und will darüber beim Bundesparteitag abstimmen lassen. Das Papier sei mit anderen zentralen Beteiligten, etwa Gesundheitspolitikern, erarbeitet worden, sagte Grünen-Chefin Annalena Baerbock in Berlin. Beim Parteitag in Karlsruhe von 20. bis 22. November solle es vorgelegt werden.

Eine Sprecherin teilte mit, der Vorschlag sei unter Federführung von Parteichef Robert Habeck erarbeitet und dem Bundesvorstand im Juli vorgelegt worden. Der Vorstandsbeschluss solle "nach abschließenden Beratungen in einigen Wochen gefasst werden".

Grünen-intern gab es monatelang Streit darüber, ob die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für homöopathische Mittel übernehmen sollen. Die Debatte sei "weitestgehend gelöst", hatte Habeck am Vortag in der ARD gesagt, und den Vorschlag erklärt: "Krankenkassen können das bezahlen über einen Wahl-Tarif, wo diejenigen, die homöopathische Medikamente bezahlt haben wollen, über einen Sondertarif sich dafür auch versichern." So gebe es ein "Solidarsystem innerhalb der Homöopathie-Medikamenten-Liebhaber", aber die Allgemeinheit zahle nicht dafür.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa