Politik

Kampf gegen Emissionen Grüne verlangen Ein-Euro-Tagestickets

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Großer Andrang am Busbahnhof Stadtschloss in Fulda, wo Hessens erster E-Bus in Dienst gestellt wurde.

(Foto: dpa)

Die Grünen wollen den öffentlichen Nahverkehr attraktiver machen und preschen deshalb mit einem radikalen Vorschlag vor. Mit einem Drei-Punkte-Plan will die Partei erreichen, dass die Menschen weniger Auto fahren.

Im Kampf gegen den Klimawandel fordern die Grünen die bundesweite Einführung von Ein-Euro-Tagestickets für öffentliche Busse und Bahnen. "Jeder Verkehrsverbund in Deutschland soll das Ein-Euro-Ticket pro Tag einführen. Damit kostet der öffentliche Nahverkehr jeden Nutzer nur noch 365 Euro im Jahr", sagte Fraktionschef Anton Hofreiter der "Bild am Sonntag". Schüler und Auszubildende sollten zudem gratis mitfahren können.

Die Forderung ist dem Bericht zufolge Teil eines Drei-Punkte-Plans, mit dem die Grünen erreichen wollen, dass die Menschen mehr Bahn oder Bus und weniger Auto fahren. So sollen Treibhausgas-Emissionen gesenkt werden, die viele Wissenschaftler für die globale Erwärmung verantwortlich machen.

Ein weiterer Punkt des Plans sei die Einführung eines Tickets, mit dem man alle öffentlichen Verkehrsmittel, Auto- und Rad-Sharing-Angebote nutzen kann. "Schluss mit dem Ticket-Wirrwarr! Ich fordere die Bundesregierung auf, darüber mit den Verkehrsbetrieben und Sharing-Anbietern zu verhandeln", sagte Hofreiter dem Blatt.

Zudem solle die Mehrwertsteuer auf Bahntickets im Fernverkehr von 19 Prozent auf 7 Prozent gesenkt werden. Damit würde Bahnfahren auf Langstrecken deutlich billiger.

Quelle: n-tv.de, wne/dpa

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