Politik

Säule der Altersvorsorge Grüne wollen Bürgerfonds für Rentenfinanzierung

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Robert Habeck schlägt einen neuen Rentenfonds vor.

(Foto: imago/Reiner Zensen)

Geht es nach dem Willen der Grünen, fließt ein Teil der Einkünfte von Arbeitnehmern künftig in einen Fonds. Daraus wird später dann ein Teil der Rente finanziert. Der Staat soll keinen Zugriff haben.

Die Grünen wollen die private Altersvorsorge mit einem öffentlich-rechtlichen "Bürgerfonds" vereinfachen und verbessern. "Ein solcher Fonds bietet gerade für jene, die kleine oder mittelgroße Ersparnisse haben, eine risikoarme und vor allem extrem preiswerte Anlageform", heißt es in einem von Parteichef Robert Habeck und dem Spitzenkandidat für die Europawahl, Sven Giegold, gemeinsam verfassten Papier. Der Fonds soll eine "zusätzliche Säule der Altersvorsorge" sein und die gesetzliche Rente ergänzen, die ebenfalls reformbedürftig sei.

In dem Fonds sollen laut Grünen-Konzept die Gelder der privaten und der betrieblichen Altersvorsorge gesammelt und verwaltet werden. Er solle "das Standardprodukt zur privaten Altersvorsorge werden", heißt es in dem Papier. Ein Anteil des Bruttolohns soll automatisch in den Fonds fließen, auch Geld aus Sparkonten kann in den Fonds gehen. Wer nicht mitmachen will, soll aktiv widersprechen müssen. Auch Selbstständigen, Freiberuflern und Beamten soll der Fonds offen stehen.

Investieren soll der unabhängig verwaltete Fonds schwerpunktmäßig in Aktien, und zwar "sozial und ökologisch unbedenklich". Der Staat soll den Fonds ebenso fördern wie die privaten Konkurrenzangebote, aber keinen Zugriff auf ihn haben. Habeck und Giegold sprechen sich dafür aus, die Verwaltung der Deutschen Bundesbank zu übertragen, weil deren Unabhängigkeit grundgesetzlich verbrieft sei.

Quelle: n-tv.de, jwu/dpa

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