Politik

Deutliche Worte von MamdaniHakenkreuz-Schmierereien sorgen für Entsetzen in New York

05.05.2026, 05:35 Uhr
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Er sei "entsetzt und wütend", schreibt New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani. (Foto: AP)

Unbekannte beschmieren jüdische Einrichtungen in New York mit Hakenkreuzen und "Hitler"-Schriftzügen. Die Polizei sucht nach vier Tätern. Bürgermeister Mamdani spricht von "antisemitischem Hass".

Unbekannte haben im New Yorker Stadtteil Queens Hakenkreuze, "Hitler"-Schriftzüge und andere antisemitische Graffiti an eine Synagoge, ein jüdisches Gemeindezentrum und andere Häuser gesprüht. Nach den Tätern werde gesucht, erklärte die Polizei, man ermittle wegen Hassverbrechen. Nach Auswertungen von Überwachungskameras gibt es vier Verdächtige. Der New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani äußerte sich in Onlinenetzwerken "entsetzt und wütend" über den Vorfall.

"Das ist nicht nur Vandalismus – es ist ein vorsätzlicher Akt antisemitischen Hasses, der darauf abzielt, Angst zu schüren", schrieb Mamdani. Er stehe "solidarisch an der Seite unserer jüdischen Nachbarn". Nach Angaben des Bürgermeisters wurde auch eine Gedenkplakette für Überlebende der Reichspogromnacht mit Hakenkreuzen beschmiert. Sie erinnert an den 9. November 1938, als die Nazis in ganz Deutschland tausende Synagogen, Geschäfte und andere Einrichtungen verwüsten ließen.

Ähnliche Schmierereien waren in New York zuletzt an Spielplätzen, Gotteshäusern und in der U-Bahn aufgetaucht. Im vergangenen Jahr war die Zahl antisemitischer Vorfälle in der Stadt nach Polizeiangaben um mehr als 180 Prozent gestiegen. In der Ostküsten-Metropole leben schätzungsweise rund 1,3 Millionen jüdische Bürgerinnen und Bürger, das ist die größte städtische Gemeinde außerhalb Israels.

Der 34-jährige Mamdani ist seit Januar Bürgermeister der Millionenstadt, er ist der erste Muslim in dem Amt. Einige Juden werfen dem Linkspolitiker vor, er habe den Antisemitismus mit Kritik an Israel im Gazakrieg noch befeuert. Mamdani bekannte sich daraufhin zum Existenzrecht Israels und sagte, es gebe "keinen Platz für Antisemitismus".

Quelle: ntv.de, ino/AFP

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