Politik

"Keiner mag ihn" Hillary Clinton attackiert Bernie Sanders

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Werden wohl keine Freunde mehr: Clinton und Sanders bei einer Debatte im Januar 2016.

(Foto: AP)

Vor vier Jahren kämpften beide um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten. Bernie Sanders bewirbt sich nun erneut - und Hillary Clinton geht ihn heftig an. Der Senator habe nichts zustandegebracht, sagt sie und wirft ihm Attacken "besonders gegen Frauen" vor.

Die frühere US-Außenministerin Hillary Clinton hat den linken Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders scharf angegriffen. "Keiner mag ihn, keiner will mit ihm zusammenarbeiten", sagt die frühere Präsidentschaftskandidatin in einer vierteiligen Dokumentation, die im März beim US-Streamingdienst Hulu ausgestrahlt werden soll.

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In seiner langen Zeit als Senator habe Sanders nichts zustande gebracht, sagte Clinton, die für den Bundesstaat New York von 2001 bis 2009 selbst im Senat saß. Der 78-Jährige verbreite "Blödsinn" und viele würden ihm auf den Leim gehen, so die Demokratin. In der Dokumentation lässt Clinton die Frage offen, ob sie Sanders unterstützen würde, sollte er in diesem Jahr die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten gewinnen.

Clinton und Sanders hatten sich 2016 ein erbittertes Rennen um die Präsidentschaftskandidatur geliefert. Die Ehefrau von Ex-Präsident Bill Clinton gewann die Vorwahlen. Allerdings wurden Vorwürfe laut, die Parteizentrale habe die eher gemäßigte Politikerin gegenüber dem linken Sanders bevorzugt. Clinton verlor dann die Präsidentschaftswahl gegen den Republikaner Donald Trump. Sanders kandidiert in diesem Jahr erneut und liegt im Bewerberfeld der Demokraten in Umfragen auf Platz zwei hinter Ex-Vizepräsident Joe Biden.

Attacken "besonders gegen Frauen"

Sanders steht den Demokraten nahe, ist aber kein Parteimitglied. Er vertritt dezidiert linke Positionen und sieht sich als "demokratischen Sozialisten". Zuletzt sorgte ein Bericht für Wirbel, Sanders habe der ebenfalls progressiven Präsidentschaftsbewerberin Elizabeth Warren Ende 2018 gesagt, eine Frau könne Trump bei der Wahl im November nicht besiegen. Sanders bestreitet, sich so geäußert zu haben.

Clinton sagte nun aber, es handele sich um ein "Muster" bei dem Senator. So habe Sanders sie in der Vergangenheit als "unqualifiziert" bezeichnet. Der 78-Jährige und sein Umfeld würden pausenlos "Attacken" gegen Mitbewerber fahren, "besonders gegen Frauen".

Die Vorwahlen der Demokraten beginnen in zwei Wochen im Bundesstaat Iowa. Im Sommer soll dann der Kandidat der Partei gekürt werden. Die Oppositionspartei hofft, Trump nach nur einer Amtszeit aus dem Weißen Haus drängen zu können. Die Wahl findet am 3. November statt.

Quelle: ntv.de, mli/AFP