Angriff weit hinter der FrontHimars-Schlag zerstört russische Kolonne bei Pokrowsk

Nahe Pokrowsk gerät ein russischer Truppenkonvoi ins Visier ukrainischer Aufklärung. Ein präziser Himars-Schlag trifft Soldaten und Fahrzeuge auf offener Straße. Die Bilder zeigen, dass die US-Waffe weiterhin Wirkung entfalten kann.
Ein ukrainischer Angriff mit dem Mehrfachraketenwerfer Himars hat offenbar eine Ansammlung russischer Soldaten und Fahrzeuge in der Nähe der Stadt Pokrowsk getroffen. Wie die Korrespondentin des ukrainischen Fernsehsenders TSN, Julia Kirijenko, auf Telegram berichtete, entdeckte eine Aufklärungsdrohne des 425. Angriffsregiments "Skala" den Konvoi und übermittelte die Koordinaten an die Artillerie. Wann genau sich der Angriff ereignete, ist unklar.
Ein von Kirijenko veröffentlichtes Drohnenvideo zeigt, wie eine Rakete in die Fahrzeugkolonne auf einer verschneiten Straße einschlägt. Offenbar hatten die Russen dort eine Pause eingelegt. Der Journalistin zufolge sollen mindestens zehn Soldaten getötet oder verwundet worden sein.
Ein weiteres im Netz verbreitetes Video eines russischen Soldaten zeigt die Zerstörung am Boden. Zu sehen sind drei Quadbikes, ein Buggy sowie ein ungepanzertes Transportfahrzeug sowie mehrere reglos am Boden liegende Soldaten. Zwei der Quadbikes stehen in Flammen. Militärbeobachter konnten anhand der Aufnahmen den genauen Ort des Angriffs lokalisieren. Er liegt rund sieben Kilometer hinter der Frontlinie bei Pokrowsk, nahe der russisch besetzten Ortschaft Nowopawliwka.
Der Mehrfachraketenwerfer Himars spielte eine entscheidende Rolle bei der ukrainischen Gegenoffensive in der Region Cherson im Jahr 2022. Doch bereits wenige Monate später mehrten sich Berichte, wonach die Waffe aus US-Produktion an Wirksamkeit eingebüßt habe. Russland gelang es demnach zunehmend, das GPS-Zielsystem durch elektronische Störsender zu beeinträchtigen, sodass Raketen ihr Ziel verfehlten. In der Folge nahm der Einsatz des Systems auf dem Schlachtfeld ab.