Politik

Vorfeldorganisation der AfD Höcke an Pegida: "Ich sage danke."

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Kanzlerdiktatorinnenkritiker Höcke will Seite an Seite mit dem Front National Europa retten.

(Foto: dpa)

Ohne Pegida wäre die AfD nicht, wo sie heute ist, sagt Thüringens AfD-Chef Höcke. Auch über die österreichische FPÖ und den Front National findet er freundliche Worte.

Thüringens AfD-Landeschef Björn Höcke sieht in dem fremdenfeindlichen Protestbündnis Pegida einen Wegbereiter für die Wahlerfolge der Alternative für Deutschland. Die AfD stehe Pegida inhaltlich nahe, ohne organisatorisch verbunden zu sein, sagte Höcke auf einem AfD-Landesparteitag in Arnstadt.

Er bezeichnete Pegida als "parlamentarische Vorfeldorganisation in Dresden". Höcke weiter: "Ohne sie wäre die AfD nicht, wo sie ist. Ich sage danke."

Die AfD war bei den Wahlen im März in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt in die dortigen Landtage eingezogen. Wenn diese sich konstituiert haben, wird die AfD in acht Landesparlamenten vertreten sein.

Positiv äußerte sich Höcke auch zur FPÖ in Österreich. Die "blaue Allianz" mit der FPÖ sei "ein wichtiger Schritt für eine europäische Vernetzung", zu der auch der französische Front National gehöre, auch wenn dieser "ein sozialistisches Gepräge" und "keine lupenreine Vergangenheit" habe. "Wenn es in Europa um alles oder nichts geht, müssen wir das Gemeinsame herausstellen – und nicht das Trennende", sagte Höcke der "Thüringer Allgemeinen" zufolge.

Die AfD hält üblicherweise Distanz zu sehr weit rechts stehenden Parteien wie dem Front National. Die AfD-Europaabgeordnete Beatrix von Storch etwa trat nach ihrem Austritt aus der Fraktion "Europäische Konservative und Reformer" (der die Alfa-Abgeordneten um AfD-Gründer Bernd Lucke nach wie vor angehören) in die Fraktion "Europa der Freiheit und der direkten Demokratie" ein - und nicht in die Fraktion "Europa der Nationen und der Freiheit", der die FPÖ und der Front National angehören.

Die Bundeskanzlerin nannte Höcke bei seinem Auftritt in Arnstadt eine "Kanzlerdiktatorin", die Deutschland "einer Invasion" ausliefere. Auf ihrem Parteitag in Arnstadt beschäftigt sich die Thüringische AfD mit dem neuen Grundsatzprogramm der Partei. Es wird derzeit bundesweit kontrovers diskutiert und soll Ende April in Stuttgart beschlossen werden.

Quelle: n-tv.de, hvo/dpa

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