Politik

Unter Druck der Kämpfe in Mossul IS-Chef Bagdadi soll geflohen sein

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Die Kämpfe in Mossul sind heftig.

(Foto: dpa)

Seit Monaten steht die Terrormiliz Islamischer Staat unter Druck. Nach Angaben des Pentagon muss ihr Chef Bagdadi die umkämpfte Stadt Mossul verlassen. Die US-Militärs erwarten, dass sich der IS ins Euphrattal zurückziehen will.

Der Chef der Terrormiliz Islamischer Staat (IS), Abu Bakr al-Bagdadi, hat US-Angaben zufolge unter dem Druck der Kämpfe um Mossul die irakische Großstadt inzwischen verlassen. Bagdadi sei "am Leben", aber angesichts der vorrückenden irakischen Truppen habe er "Mossul verlassen", sagte ein US-Verteidigungsvertreter.

Der IS-Chef habe "wahrscheinlich keinen taktischen Einfluss auf die Art und Weise, wie die Schlacht geführt wird". Möglicherweise habe al-Bagdadi seinen Militärführern aber "große strategische Orientierungen" an die Hand gegeben.

Der Islamische Staat hatte Mossul im Juni 2014 erobert und dort sein "Kalifat" proklamiert. Mittlerweile sind die irakischen Truppen dort auf dem Vormarsch. Den Ostteil der zweitgrößten irakischen Stadt hatten die irakischen Sicherheitskräfte Ende Januar eingenommen. Jetzt wollen sie die IS-Kämpfer aus West-Mossul vertreiben.

Das Pentagon erwartet nach Rückschlägen in Mossul und im syrischen Rakka einen Rückzug des IS ins Euphrattal. Selbst nach dem Fall der beiden Städte wollten die IS-Kämpfer einen "Pseudostaat" etablieren, sagte der Pentagon-Verantwortliche. Seiner Einschätzung nach hätten sie die Idee eines "Kalifats" nicht aufgegeben.

Die Stadt Rakka gilt als eigentliche "Hauptstadt" der Dschihadistenmiliz. Dort sehen sich die IS-Kämpfer mit drei rivalisierenden Kräften konfrontiert: die türkischen Truppen und ihre Verbündeten, die von Russland unterstützten syrischen Streitkräfte und die von den USA unterstützte kurdisch-arabische Rebellenallianz Demokratische Kräfte Syriens (SDF).

Quelle: n-tv.de, ghö/dpa/AFP

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