Politik

UN fordern Wiedergutmachung IS-Kämpfer missbrauchen Tausende Frauen

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Bis heute fehlt von vielen entführten Frauen und Mädchen im Irak jede Spur.

(Foto: picture alliance / Andrea DiCenz)

Die UN schätzen die Zahl der sexuell missbrauchten Frauen durch IS-Kämpfer auf bis zu mehrere Zehntausend. Ihnen müsse geholfen werden, verlangen die Vereinten Nationen von der irakischen Regierung. In akuter Gefahr sind vor allem ihre Kinder.

Tausende oder sogar Zehntausende Frauen und Mädchen sind nach einem neuen UN-Bericht von Angehörigen der IS-Terrormiliz Islamischer Staat sexuell missbraucht worden. Die Opfer brauchten Unterstützung, Wiedergutmachung und die Sicherheit, dass die Täter nicht ungestraft davonkämen, verlangte das UN-Menschenrechtsbüro in Genf.

ISIS-Kämpfer hätten die Mädchen und Frauen entführt, zum Übertritt zum Islam gezwungen, vergewaltigt, eingesperrt, erniedrigt und wie Sklavinnen behandelt. Das UN-Büro nimmt vor allem die irakische Regierung in die Pflicht. Unhaltbar sei die Lage der Kinder vergewaltigter Frauen. Sie hätten oft keine Geburtsurkunden, weil Eltern laut Gesetz zur Registrierung einen Ehebeweis vorlegen müssten - im Fall von IS-Vergewaltigungen unmöglich.

Diese Kinder dürften nicht diskriminiert werden, heißt es in dem Bericht des Menschenrechtsbüros und der Unterstützungsmission der Vereinten Nationen im Irak (Unami). Sie könnten ausgenutzt oder Opfer von Menschenschmugglern werden.

Die UN haben keine Gesamtzahlen der Opfer. Aber allein aus der Minderheit der Jesiden seien seit August 2014 mehr als 3500 Frauen und Mädchen entführt worden. Von gut 1600 fehle bis heute jede Spur, sagte eine Sprecherin des UN-Menschenrechtsbüros in Genf.

Quelle: ntv.de, vck/dpa