Politik

Anschlag auf Kaserne im Jemen IS bekennt sich zu Soldaten-Mord

86397253.jpg

Vor einer Woche sind bei einem Anschlag bereits 48 Soldaten getötet worden.

(Foto: picture alliance / dpa)

Vergangene Woche sprengt sich ein Selbstmordattentäter des IS inmitten einer Kaserne in die Luft und tötet mehrere Soldaten. Die Tat hat sich jetzt wiederholt: Bei einem Anschlag in der jemenitischen Hafenstadt Aden sterben dutzende Soldaten.

Bei einem Selbstmordanschlag in einer Kaserne in der südjemenitischen Stadt Aden sind mindestens 49 Soldaten getötet worden. Viele weitere Menschen seien verletzt worden. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat sich zu dem Anschlag bekannt. Den Angaben zufolge zündete der Attentäter seinen Sprengsatz inmitten von Soldaten, die auf dem Militärstützpunkt für ihren Sold anstanden.

Erst am vergangenen Wochenende waren bei einem Selbstmordanschlag in einer Kaserne in Aden 48 Soldaten getötet worden, die ebenfalls auf die Zahlung ihres Solds warteten. Zu der Tat bekannte sich anschließend die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS).

Im Jemen kämpfen seit September 2014 Truppen des ins Exil geflüchteten sunnitischen Präsidenten Abd Rabbo Mansur Hadi gegen die vom Iran unterstützten schiitischen Huthi-Rebellen und andere Milizen, die dem ehemaligen Staatschef Ali Abdallah Saleh die Treue halten. Seit März 2015 fliegt ein von Saudi-Arabien angeführtes Militärbündnis Luftangriffe auf die Rebellen und unterstützt damit die Hadi-Truppen.

Die sunnitische IS-Miliz und das Terrornetzwerk Al-Kaida machen sich den Konflikt zunutze, um ihre Präsenz im Süden und Osten des Landes auszudehnen. In den vergangenen Monaten verübten sie vor allem in Aden immer wieder Anschläge.

Quelle: n-tv.de, vck/AFP

Mehr zum Thema