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Bis Verfahren entschieden ist Illegale US-Einwanderer müssen nach Mexiko zurück

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Honduranische Migranten überqueren die Grenze zu den USA, nachdem sie über den Grenzzaun geklettert sind.

(Foto: dpa)

US-Präsident Trump schickte bereits Tausende Soldaten an die Grenze zu Mexiko und kündigte "Zeltstädte" für Asylbewerber an. Jetzt geht seine Heimatschutzministerin noch weiter: In den USA aufgegriffene Einwanderer sollen künftig in Mexiko auf ihren Verfahrensausgang warten.

In den USA aufgegriffene illegale Einwanderer sollen künftig in Mexiko auf eine Entscheidung in ihren Verfahren warten. Dies kündigte Heimatschutzministerin Kirstjen Nielsen an. So sollten Einwanderer daran gehindert werden, noch vor Ende ihres Verfahrens vor einem Einwanderungsgericht in den USA unterzutauchen, wie dies derzeit häufig geschehe, erklärte die Ministerin. Man halte sich dabei an alle rechtlichen und humanitären Verpflichtungen.

Aus dem mexikanischen Außenministerium hieß es, die Abmachung sei temporär und aus humanitären Gründen getroffen worden. Bisher hatte sich Mexiko geweigert, nicht-mexikanische Migranten wieder aufzunehmen. Das Ministerium betonte nun auch, das getroffene Abkommen bedeute nicht, dass Mexiko von den USA als sicheres Drittland anerkannt werde - denn das würde bedeuten, dass die Migranten in Mexiko Asyl beantragen müssten. Vielmehr solle den Menschen ein sicherer Zufluchtsort in Mexiko gewährt werden, während in den USA ihr Asylgesuch bearbeitet werde.

Der Großteil der Migranten, die an der Grenze zwischen den USA und Mexiko ankommen, stammt aus Mittelamerika. Derzeit halten sich Tausende Migranten in der Grenzstadt Tijuana auf. Sie hoffen auf Asyl in den USA und sind vor der Gewalt und Armut in ihren Heimatländern geflohen. Bisher wurden die Migranten bei einer weiterführenden Bearbeitung ihres Antrags auf der US-Seite untergebracht.

US-Präsident Donald Trump hatte bereits vor den Kongresswahlen im November seine Anti-Migrations-Rhetorik verschärft und "Zeltstädte" für Asylbewerber an der Grenze zu Mexiko sowie ein eingeschränktes Staatsbürgerschaftsrecht angekündigt. Zudem stationierte er Tausende Soldaten an der Grenze zu Mexiko.

Quelle: n-tv.de, ftü/AFP/dpa

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