Politik

Offensive verlangsamt sich Irak: Fast 1000 IS-Kämpfer in Mossul getötet

6c21116cb9e87dc92e5c16dc4201c032.jpg

Sicherheitsmann vor einer Ölquelle nahe Mossul: Vor sechs Wochen hat die Offensive auf die IS-Hochburg begonnen.

imago/ZUMA Press

Im Kampf um die irakische Millionenstadt Mossul haben irakische Kämpfer nach eigenen Angaben bisher rund 1000 IS-Kämpfer getötet. Dennoch wird die Offensive vermutlich noch Monate dauern.

Spezialkräfte der irakischen Armee haben beim Kampf um die IS-Hochburg Mossul nach eigenen Angaben im Osten der Stadt fast 1000 Kämpfer der Islamistenmiliz getötet. Der Vormarsch verlangsame sich, da der Feind seine Taktik verändert habe und sich unter die Bevölkerung mische, sagte Generalmajor Abdul Ghani al-Assadi. Um zu vermeiden, dass Zivilisten zu Schaden kämen, setze die Armee Panzer und schwere Waffen nicht mehr ein. Die bisherigen Schätzungen von 5000 bis 6000 IS-Kämpfern in der Stadt seien womöglich zu hoch gewesen.

Es wird vermutet, dass noch etwa eine Million Einwohner in der größten Stadt im Nordirak leben. Ihre Rückeroberung gilt für die Niederschlagung des IS als entscheidend. Extremistenchef Abu Bakr al-Bagdadi hatte im Juli 2014 dort ein Kalifat ausgerufen. Armeekommandeure rechnen damit, dass sich der Kampf noch Monate hinziehen könnte.

Die Offensive begann vor sechs Wochen und wird von einem US-geführten Bündnis aus der Luft unterstützt. Am Kampf beteiligen sich auch kurdische Peschmerga und Polizeikräfte, die von Norden und Süden vorrücken. Von Westen her versuchen schiitische Milizen, den Belagerungsring um die Stadt zu schließen.

Quelle: n-tv.de, bdk/rts

Mehr zum Thema