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"Ganz Rawa befreit" Irak vertreibt IS aus letzter Stadt

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Die Offensive auf Rawa dauerte nur wenige Stunden.

(Foto: imago/Xinhua)

Drei Jahre nach Beginn ihres Siegeszugs im Irak wird die IS-Miliz aus der letzten Stadt des Landes vertrieben. Eine Offensive von Regierungstruppen und verbündeten Milizen beginnt am Morgen - und dauert nur wenige Stunden.

Die irakische Armee hat binnen weniger Stunden die letzte von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) kontrollierte Stadt in dem Land zurückerobert. Regierungstruppen und paramilitärische Einheiten hätten "ganz Rawa befreit" und auf allen öffentlichen Gebäuden die irakische Flagge gehisst, erklärte General Abdelamir Jarallah. Der Einsatz zur Rückeroberung der Ortschaft in der Wüstenprovinz Anbar hatte erst am Morgen begonnen.

Die Kleinstadt Rawa im Euphrat-Tal an der syrischen Grenze war die letzte Stadt im Irak, die noch von den Dschihadisten kontrolliert wurde. Die irakische Armee hatte im Morgengrauen eine Offensive zur Rückeroberung der Stadt gestartet. Das Militär hatte mit einem schnellen Erfolg gerechnet. Die meisten IS-Kämpfer, die sich zuletzt noch in der Stadt aufgehalten hätten, seien bereits zur syrischen Grenze geflohen, sagte ein General.

Die IS-Miliz hatte im Juni 2014 ein "Kalifat" in großen Teilen Syriens und des Irak ausgerufen, nachdem sie in einer Blitzoffensive die irakische Armee und die kurdischen Truppen bis vor Erbil und Bagdad zurückgedrängt hatte. Seit 2015 sind die Dschihadisten aber auf dem Rückzug, zuletzt wurden sie aus einer Stadt nach der anderen vertrieben.

In der syrisch-irakischen Grenzregion hält der IS noch einige Gebiete besetzt. Auf der syrischen Seite der Grenze läuft derzeit eine Offensive der Regierungstruppen und verbündeter Milizen, um die Terrormiliz aus der Stadt Albu Kamal zu vertreiben.

Quelle: n-tv.de, mli/AFP

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