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Strategischer Erfolg gegen IS Iraker melden Rückeroberung Tikrits

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Schiitische Milizen sind neben der Armee maßgeblich an der Offensive gegen den IS beteiligt.

(Foto: AP)

Ein Durchbruch für die Großoffensive gegen die IS-Terroristen: Der irakische Ministerpräsident verkündet, das Militär habe die Kontrolle über die Sunniten-Hochburg Tikrit wiedererlangt. Dabei kämpft die Armee nun mit anderen Verbündeten als zu Beginn der Operation.

Irakische Streitkräfte haben der Dschihadistenmiliz Islamischer Stadt (IS) in der strategisch wichtigen Stadt Tikrit nach eigenen Angaben eine empfindliche Niederlage beigebracht. Rund vier Wochen nach Beginn einer Großoffensive habe das Militär Tikrit vollständig unter Kontrolle gebracht, erklärte Ministerpräsident Haidar al-Abadi nach Angaben der Nachrichtenseite Al-Sumaria. Anderen Berichten zufolge soll es jedoch weiter zu heftigen Kämpfen in Tikrit kommen.

Die irakische Armee hatte am 2. März ihre bislang größte Offensive gegen den IS begonnen, um das rund 160 Kilometer nördlich von Bagdad gelegene Tikrit, eine sunnitische Extremistenhochburg, nach neun Monaten in den Händen des IS zurückzuerobern. Nach anfänglichen Erfolgen geriet die Operation aber bald ins Stocken.

Irans Verbündete ziehen sich zurück

Nachdem es sich zunächst zurückgehalten hatte, flog das US-Militär seit vergangenem Mittwoch auf Bitten Bagdads mehrfach Luftangriffe auf mutmaßliche IS-Stellungen in und um Tikrit. Einige der von Iran unterstützte schiitische Milizen, die sich zu Beginn an der Offensive beteiligt hatten, zogen sich jedoch Ende der vergangenen Woche zurück - offenbar auf Druck der USA.

Auch die an der Anti-IS-Koalition beteiligten sunnitisch regierten Golfmonarchien betrachten den Einfluss Teherans auf den Kampf gegen die Dschihadisten mit Argwohn. Die IS-Miliz hatte im vergangenem Sommer weite Gebiete im Irak und im benachbarten Syrien unter ihre Kontrolle bringen können und ein islamistisches "Kalifat" ausgerufen.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hatte während eines Besuchs in Bagdad am Montag erklärt, der Irak müsse für die Regierung kämpfende paramilitärische Gruppen unter die Kontrolle der Staatsführung bringen. "Die von der IS-Brutalität befreiten Zivilisten haben dann von ihren Befreiern nichts zu befürchten", fügte er hinzu.

Die Gewalt dauerte unterdessen an. Bei einem Selbstmordanschlag auf einen Bus mit iranisch-schiitischen Pilgern im Tadschi-Gebiet im Norden Bagdads wurden nach amtlichen Angaben mindestens vier Menschen getötet und weitere elf verletzt. Zu dem Anschlag bekannte sich niemand, er trug den Behörden zufolge jedoch die Handschrift extremistischer Sunnitengruppen.

Quelle: n-tv.de, mbo/dpa/AFP

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