Politik

Kampfflugzeug stand vor dem AusIran-Krieg verlängert Lebensdauer von alterndem "Warthog"

21.04.2026, 03:35 Uhr
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Für das "Warzenschwein" geht es bei der US-Luftwaffe in die Verlängerung. (Foto: IMAGO/NL Beeld)

Mehr als zwei Jahrzehnte wird in den USA über die Zukunft des Kampfflugzeugs A-10 "Warthog" gestritten. Zu alt, zu langsam, zu teuer. 2026 sollte es ausrangiert werden, doch mit dem Iran-Krieg bekommt die Maschine neue Bedeutung.

Die US-Luftwaffe verlängert die Einsatzzeit ihres Kampfflugzeugs A-10 "Warthog" (übersetzt "Warzenschwein") bis zum Jahr 2030. Das eigentlich für 2026 geplante Aus für die alternde Maschine sei damit vom Tisch, teilte US-Luftwaffenminister Troy Meink in den sozialen Medien mit. Der Schritt erhalte die Kampfkraft, während die Rüstungsindustrie die Produktion neuer Kampfflugzeuge hochfahre. Das seit 1976 im Dienst befindliche Erdkampfflugzeug kommt nach Angaben des US-Regionalkommandos Centcom auch im aktuellen Konflikt mit dem Iran zum Einsatz. Berichten zufolge wurden die Bugkanonen der A-10 gegen iranische Schiffe in der Straße von Hormus eingesetzt.

Die Entscheidung ist das jüngste Kapitel in einem mehr als zwei Jahrzehnte andauernden Streit über die Zukunft der Maschine. Kritiker innerhalb der Luftwaffe halten die A-10 für zu alt, zu langsam und zu teuer im Unterhalt. Sie argumentieren, eine Ausmusterung würde Gelder für Modernisierungen wie die Entwicklung von Hyperschallwaffen freimachen. Zudem binde die Wartung Mechaniker, die für neuere Flugzeuge benötigt würden. Befürworter warnen jedoch davor, Bodentruppen ohne angemessene Luftunterstützung zu lassen.

Dass die A-10 bislang nicht ausgemustert wurde, liegt auch an politischem Widerstand. Der größte Teil der Flotte ist auf dem Luftwaffenstützpunkt Davis-Monthan in Tucson im Bundesstaat Arizona stationiert, wo die Luftwaffe zu den wichtigsten Arbeitgebern zählt. Arizona gilt als politisch umkämpfter Staat, der bei den US-Präsidentschaftswahlen eine entscheidende Rolle spielt. Bereits 2021 hatte der dortige Senator Mark Kelly Pläne der Regierung blockiert, Dutzende Maschinen außer Dienst zu stellen.

Quelle: ntv.de

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