Politik

Nach Raketenangriffen Iran beteuert Respekt für souveränen Irak

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Nach den Raketenangriffen des Iran schwenkt ein Iraker aus Protest in Bagdad die irakische Flagge.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der iranische Vergeltungsschlag für die gezielte Tötung von General Soleimani durch die USA trifft irakische Militärstützpunkte. Die irakische Regierung bewertet die Raketenangriffe als Verletzung seiner Souveränität. Teheran sieht das wiederum anders.

Der Iran hat nach seinen Raketenangriffen auf internationale Militärbasen im Irak versichert, dass er die staatliche Souveränität des Irak respektiere. Der Iran habe vollen Respekt für "die Unabhängigkeit, Souveränität, Einheit und territoriale Integrität" des Irak, erklärte der iranische Botschafter bei den Vereinten Nationen, Majid Takht-Ravanchi, in einem Brief an den UN-Sicherheitsrat und an UN-Generalsekretär António Guterres.

Die irakische Regierung hatte zuvor eine "Verletzung der Souveränität" des Landes durch die iranischen Raketenangriffe angeprangert und die Einbestellung des iranischen Botschafters in Bagdad angekündigt. Der Irak sei ein "unabhängiges Land" und werde es nicht zulassen, zu einem "Schlachtfeld" gemacht zu werden, erklärte das Außenministerium.

"Präzise" Angriffe

Der iranische Botschafter bei der UN erklärte, die Angriffe seien "präzise" gewesen und hätten keine Schäden bei Zivilisten und zivilen Einrichtungen verursacht. Der Iran sei "dem Erhalt des internationalen Friedens verpflichtet" und strebe keine "Eskalation oder Krieg" an, beteuerte Takht-Ravanchi in dem von seiner Delegation veröffentlichten Brief.

Die iranischen Raketenangriffe auf die von den USA genutzten Militärbasen in Ain al-Assad und in Erbil waren eine Vergeltungsmaßnahme für die gezielte Tötung des iranischen Generals Ghassem Soleimani am vergangenen Freitag durch einen US-Drohnenangriff in Bagdad. Bei den Angriffen auf die Armeestützpunkte gab es keine Toten oder Verletzten.

Quelle: ntv.de, bad/AFP