Politik

Teheran spricht von TerrorIran meldet "schwere Schäden" an Wasser- und Energieinfrastruktur

22.03.2026, 14:50 Uhr
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"Epsteins Teufel" steht auf einem Bild von US-Präsident Trump, das ein Mann nach dem Freitagsgebet in der Großen Imam-Khomeini-Moschee in Teheran hochhält. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Am Samstag stellt US-Präsident Trump dem Iran ein Ultimatum: Bleibt die für den Handelsverkehr wichtige Straße von Hormus im Persischen Golf geschlossen, würden die USA bei ihren Luftangriffen Kraftwerke ins Visier nehmen. Nur wenige Stunden später meldet Teheran schwere Schäden.

Die USA und Israel haben womöglich die iranische Wasser- und Energieinfrastruktur bei militärischen Angriffen schwer beschädigt. Die lebenswichtige Wasser- und Strominfrastruktur des Landes habe "durch Terror- und Cyberangriffe" der USA und Israels "schwere Schäden erlitten", erklärte Irans Energieminister Abbas Aliabadi nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Isna. Die Angriffe haben sich demzufolge gegen Dutzende Anlagen zur Wasserversorgung und -aufbereitung gerichtet. Zudem hätten sie "Teile der kritischen Versorgungsnetze" zerstört. Derzeit werde daran gearbeitet, die Schäden zu beheben.

US-Präsident Donald Trump hat dem Iran ein Ultimatum bis Dienstag für die Wiedereröffnung der Straße von Hormus gestellt. Sollte der Iran die Meerenge nicht innerhalb von 48 Stunden für den Schiffsverkehr freigeben, "werden die USA verschiedene Kraftwerke angreifen und zerstören", warnte Trump am Samstagabend (Ortszeit). Teheran drohte daraufhin seinerseits mit Angriffen auf die Energieinfrastruktur und Entsalzungsanlagen mit Verbindungen zu den USA in der gesamten Golfregion. Die Wasseranlagen sind lebenswichtig für die Millionen Menschen in den von Trockenheit geprägten Ländern.

Trump veröffentlichte seine Erklärung am Samstag um 20.44 Uhr (Ortszeit, Sonntag 1.44 Uhr MEZ) in seinem Onlinedienst Truth Social. Das Ultimatum gelte "ab genau diesem Zeitpunkt", schrieb er. Demnach soll die Frist am Dienstag um 1.44 Uhr MEZ ablaufen. Die US-Streitkräfte würden zuerst das größte iranische Kraftwerk angreifen, drohte Trump.

Der Schiffsverkehr durch die strategisch wichtige Meerenge ist seit Kriegsbeginn nahezu zum Erliegen gekommen. Seit Beginn des Iran-Kriegs am 28. Februar ist die von den iranischen Revolutionsgarden kontrollierte Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports passiert, faktisch gesperrt. Die Blockade sowie auch iranische Angriffe auf Öl- und Gasanlagen in der Golfregion ließen die Öl- und Gaspreise in die Höhe schnellen.

Quelle: ntv.de, chr/AFP

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