Politik

Vorbereitungen auch im IrakIran rechnet bei Chameneis Beerdigung mit 20 Millionen Menschen

28.06.2026, 11:43 Uhr
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Ali Chamenei führte die Islamische Republik mehr als 25 Jahre. Er starb Ende Februar bei einem israelischen Luftangriff auf seinen Amtssitz. (Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Vor mehr als 130 Tagen starb Irans Oberhaupt Ali Chamenei bei einem Luftangriff. Während des Krieges war ein Staatsbegräbnis nicht möglich. Nun planen die Behörden Trauerzeremonien in mehreren Städten, an denen Millionen Bürger und die gesamte Staatsführung teilnehmen sollen.

Die iranischen Behörden rechnen mit einem Massenandrang bei Trauerzeremonien und der Beisetzung des getöteten Staatsoberhaupts Ajatollah Ali Chamenei. Sie halten für möglich, dass insgesamt bis zu 20 Millionen Menschen daran teilnehmen, berichtete die Nachrichtenagentur Mehr unter Berufung auf eine zuständige Behörde. 

Die Zeremonien beginnen demnach am 4. Juli in Teheran und der Pilgerstadt Ghom. Das Begräbnis soll am 9. Juli in Chameneis Geburtsstadt Maschhad im Nordosten des Landes stattfinden. Wegen der erwarteten Temperaturen um die 40 Grad arbeiteten die Behörden mit der Polizei und den Revolutionsgarden noch an einem reibungslosen Ablauf der Veranstaltungen, so der Bericht. 

Geplant sein soll auch eine Zeremonie am Mausoleum des dritten schiitischen Imams Hussein in Kerbala im Irak. Diese sei jedoch noch nicht bestätigt. Irans Außenminister Abbas Araghtschi hält sich jedoch derzeit in Bagdad auf, um mit der irakischen Seite auch über dieses Thema zu sprechen. 

Kommt Chameneis Nachfolger und Sohn?

Chamenei war Ende Februar 2026 bei einem israelischen Luftangriff auf seinen Amtssitz in Teheran getötet worden. Er wurde 86 Jahre alt. Mehr als 130 Tage nach seinem Tod soll er nun neben dem Mausoleum des achten schiitischen Imams Resa in Maschhad beigesetzt werden. In Teheran, Ghom und Maschhad wurden dafür insgesamt fünf Feiertage ausgerufen. Die Bestattung war ursprünglich früher geplant, wurde jedoch mehrfach aus Sicherheitsgründen verschoben - auch weil die gesamte politische Führung an den Zeremonien teilnehmen soll.

Unklar ist, ob auch sein Sohn und Nachfolger Modschtaba Chamenei, der bei dem Angriff schwer verletzt wurde, anwesend sein wird. Er war eine Woche nach dem Tod seines Vaters zum neuen Oberhaupt ernannt worden, trat seitdem jedoch nicht öffentlich auf. Das hat Spekulationen über seinen Gesundheitszustand oder seinen möglichen Tod ausgelöst.

Quelle: ntv.de, mbo/dpa

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