Politik

Waffenruhe im Libanon gefordertIran stellt Verhandlungen mit den USA infrage

14.06.2026, 16:54 Uhr
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Von-Khane-Melat-der-Nachrichtenagentur-des-iranischen-Parlaments-zur-Verfuegung-gestelltes-Handout-zeigt-Mohammed-Bagher-Ghalibaf-Irans-Parlamentspraesident-in-einer-Sitzung-des-Parlaments-Abgeordnete-des-iranischen-Parlaments-trugen-aus-Solidaritaet-mit-den-Revolutionsgarden-Uniformen-der-Elitestreitmacht-Als-Reaktion-auf-eine-Massnahme-der-Europaeischen-Union-betrachtet-der-Iran-die-Armeen-der-europaeischen-Laender-als-terroristische-Gruppen
Irans Chefunterhändler Mohammed Bagher Ghalibaf fordert ein Ende der israelischen Angriffe im Libanon. (Foto: picture alliance/dpa/Khane Melat)

Die von US-Präsident Trump angekündigte Einigung mit dem Iran steht auf der Kippe. Nach israelischen Luftangriffen im Libanon zweifelt Teheran öffentlich an den Gesprächen mit Washington. Zudem drohen die Revolutionsgarden Israel mit Gegenschlägen.

Nach israelischen Angriffen auf Beiruter Vororte stellt der Iran die Einigung mit den USA zur Beendigung des Kriegs infrage. "Wenn Ihr weder den Willen noch die Fähigkeit habt, Euren Verpflichtungen nachzukommen, dann kann man den diplomatischen Weg auch nicht fortsetzen", schrieb Parlamentspräsident und Chefunterhändler Mohammed Bagher Ghalibaf auf der Plattform X. Solchen Angriffen grünes Licht zu geben, könne keine diplomatischen Zugeständnisse erwirken.

Das israelische Außenministerium bezichtigte den Iran als Reaktion auf Ghalibafs X-Post der Lüge. "Es ist Irans Stellvertreter, die Hisbollah, die Israel heute Morgen wieder angegriffen hat, vollkommen unprovoziert", hieß es in einem X-Post des Ministeriums. Die Hisbollah schieße ständig auf israelische Zivilisten. Israel werde Angriffe auf sein Territorium nicht dulden.

Zuvor hatte die israelische Armee mitgeteilt, Luftangriffe auf die südlichen Vororte von Beirut geflogen zu haben, die als Hochburg der pro-iranischen Hisbollah gelten. Es handele sich um eine Antwort auf vom Libanon aus gestartete Drohnenangriffe auf israelisches Gebiet, hieß es. Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) drohten Israel daraufhin mit Gegenschlägen. "Es besteht kein Zweifel, dass diese Verbrechen nicht unbeantwortet bleiben werden", sagte ein IRGC‑Sprecher im iranischen Staatssender Irib. Die Militärführung in Tel Aviv teilte mit, man stelle sich auf den möglichen Beschuss israelischer Gebiete in den kommenden Stunden ein.

Die Hauptbedingung für den Iran bei der Einigung mit den USA ist ein Ende der militärischen Operationen an allen Fronten, auch im Libanon. Teheran hat mehrfach betont, dass ohne die Verwirklichung dieser Forderung der Iran nicht bereit sei, den weiteren diplomatischen Prozess fortzusetzen. US-Präsident Donald Trump hatte am Samstag für heute die Unterzeichnung eines Abkommens mit dem Iran angekündigt. Der iranische Außenamtssprecher Esmail Baghai schloss eine Unterzeichnung für heute allerdings aus.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa

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