Politik

USA seien weltweit verhasstIran will aus "Position der Stärke" den Krieg beenden

21.08.2026, 15:46 Uhr
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Der Iran sei in einer "Position der Stärke und Würde", meint der iranische Präsident. (Foto: picture alliance/dpa/XinHua)

Der Iran will den inzwischen fast sechs Monate andauernden Krieg mit den USA beenden. Eine Kapitulation des Landes schließt der Präsident allerdings aus. Im Zweifelsfall will man Washington eine "vernichtende Antwort" geben.

Fast ein halbes Jahr nach Kriegsbeginn hat der iranische Präsident für ein Ende der militärischen Eskalation geworben. Früher oder später müsse der Krieg beendet werden, sagte Massud Peseschkian laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. "Es ist besser, ihn heute zu beenden, da wir in einer Position der Stärke und Würde sind", fuhr Peseschkian fort. Die USA seien durch den Krieg in der ganzen Welt verhasst, meinte der iranische Präsident, der auch Regierungschef ist.

Peseschkian lehnte bei seiner Rede eine Kapitulation kategorisch ab. "Wir werden uns unter keinen Umständen der Einschüchterung beugen, daran besteht keinerlei Zweifel. Bis zum letzten Atemzug werden wir ihnen gegenüberstehen und ihnen eine vernichtende Antwort geben", sagte er.

Vor dem Hintergrund ausbleibender Erfolge bei Verhandlungen mit Teheran hatte Trump in der Nacht zum Donnerstag mit einem "Wirtschaftskrieg" gedroht. Länder, die den Iran unterstützten, müssten mit "GEWALTIGEN wirtschaftlichen Konsequenzen" rechnen, schrieb der US-Präsident auf seiner Plattform Truth Social. Wie diese Maßnahmen aussehen oder umgesetzt werden sollen, ließ er offen. 

Der Iran wies die Drohungen zurück. Die Ankündigung diene dazu, von eigenen Problemen in den USA abzulenken, schrieb Außenminister Abbas Araghtschi auf X. Er verwies auf einen historisch hohen Schuldenstand der USA. Der "wirtschaftliche Terrorismus" der USA gefährde die weltweite Ökonomie, schrieb Araghtschi weiter.

Ende Februar hatten Israel und die USA ihren Krieg gegen den Iran begonnen und das Land fast 40 Tage lang aus der Luft angegriffen. Die iranischen Streitkräfte reagierten mit massiven Raketenangriffen auf US-Ziele in der Golfregion. Eine vereinbarte Waffenruhe wurde wiederholt gebrochen, zuletzt gab es nur mehr vereinzelte gegenseitige Attacken. Eine diplomatische Lösung für ein Kriegsende gibt es weiter nicht.

Quelle: ntv.de, lme/dpa

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