Politik

Erster Beschuss in diesem Jahr Israel fängt Rakete aus dem Gazastreifen ab

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Um die Al-Aksa-Moschee auf dem Tempelberg eskalierte die Lage zuletzt.

(Foto: picture alliance / AA)

Am Wochenende kommt es rund um den Tempelberg in Jerusalem zu Gewalt. Die radikalislamische Hamas spricht von einer "roten Linie". Nun kommt es erstmals seit Monaten wieder zu Beschuss aus dem Gazastreifen auf das israelische Grenzgebiet. Der Iron Dome fängt die Rakete ab.

Vom Gazastreifen aus ist nach Angaben der israelischen Armee eine Rakete auf Israel abgefeuert worden. Sie sei vom Raketenschutzschild Iron Dome abgefangen worden, teilte die Armee mit. Berichte über Schäden oder Opfer lagen zunächst nicht vor. Es handelte sich um den ersten Raketenangriff vom Gazastreifen auf Israel seit Anfang Januar.

Der Raketenangriff erfolgte nach einem Wochenende gewaltsamer Zusammenstöße rund um den Tempelberg in Jerusalem, bei denen seit Freitag mehr als 170 Menschen verletzt wurden, die meisten von ihnen palästinensische Demonstranten.

Die Lage in der Jerusalemer Altstadt war in den vergangenen Tagen besonders angespannt, weil der muslimische Fastenmonat Ramadan in diesem Jahr mit dem jüdischen Pessach-Fest und Ostern zusammenfällt. Der Tempelberg ist allen drei monotheistischen Religionen heilig. Jüdische Gläubige dürfen den Platz vor der Al-Aksa-Moschee zu bestimmten Zeiten besuchen, beten dürfen sie dort aber nicht.

Die israelische Regierung hatte wiederholt erklärt, die Sicherheitskräfte hätten "freie Hand" beim Umgang mit Demonstranten. Die radikalislamische Hamas, die den Gazastreifen kontrolliert, hatte am Sonntag gewarnt, "Al-Aksa gehört uns und nur uns allein". Sie werde das Recht der Palästinenser, dort zu beten, verteidigen. Die Organisation hatte die Al-Aksa-Moschee als "rote Linie" beschrieben und Israel Angriffe auf Gläubige vorgeworfen.

Israels Regierungschef Naftali Bennett sprach dagegen von einer "wilden Hetzkampagne" der Hamas gegen Israel. "Dies ist die Wahrheit: Israel tut alles, damit alle wie immer in Sicherheit ihre Feste feiern können - Juden, Muslime und Christen", sagte er nach Angaben seines Büros.

Quelle: ntv.de, mdi/dpa/AFP

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