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Forschungseinrichtung zerstört Israel feuert Raketen auf syrisches Militär

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Start einer israelischen Luftabwehrrakete

REUTERS

Binnen weniger Wochen feuert Israel erneut Raketen auf syrisches Territorium. Diesmal soll sich der Angriff gegen eine staatliche Institution richten. Syriens Militär bestätigt den Beschuss. Auch Israel wird von Raketen getroffen - aus Ägypten.

Israel hat eine syrische Militäreinrichtung nordwestlich der Hauptstadt Damaskus angegriffen. Die Raketen seien am späten Abend von mutmaßlich israelischen Kriegsflugzeugen abgefeuert worden, teilte die Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Ein Ziel sei ein wissenschaftliches Forschungszentrum am Stadtrand gewesen. Nach Angaben einer syrischen Militärquelle wurden drei Raketen vom Luftabwehrsystem abgefangen. Zeugen berichteten von drei schweren Explosionen und dichtem Rauch über Dschamraja im Westen der Hauptstadt.

Israel äußerte sich nicht zu dem Vorfall. Eine Sprecherin des israelischen Militärs erklärte, zu ausländischen Berichten nehme man keine Stellung. Es ist bereits das siebte Mal innerhalb weniger Wochen, dass Israel Ziele in Syrien angreift. Die meisten Angriffe sollen sich gegen die libanesische Schiitenmiliz Hisbollah gerichtet haben. Sie wird vom Iran finanziert und kämpft an der Seite des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad.

Erst am Samstag hatte das israelische Militär Ziele in Syrien angegriffen. Mehrere Raketen waren demnach von Israel aus auf eine Stellung der syrischen Armee nahe der Hauptstadt Damaskus gefeuert worden. Die Raketen sollen lediglich Sachschaden angerichtet haben. Im September soll es einen israelischen Angriff auf eine mutmaßliche syrische Chemiewaffen-Fabrik gegeben haben.

Schüsse vom Sinai

Derweil wurde auch Israel zum Ziel von Beschuss. Zwei von der ägyptischen Sinai-Halbinsel abgefeuerte Raketen schlugen in der Nacht nahe der Grenze zum Gazastreifen ein. Es habe weder Verletzte noch Schäden gegeben, berichtet die Zeitung "Haaretz" unter Berufung auf das Militär. Gemeldet worden sei auch ein dritter Alarm.

Am Sonntag hatte sich die Terrormiliz Islamischer Staat dazu bekannt, im Oktober zwei Raketen von der Sinai-Halbinsel auf Gemeinden im südlichen Israel nahe der Grenze zum Gazastreifen abgeschossen zu haben. Der IS ist im Norden der Sinai-Halbinsel stark. Dort kommt es immer wieder zu Zusammenstößen mit dem Militär.

Quelle: n-tv.de, shu/dpa/rts

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