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Zahlreiche Explosionen Israel greift iranische Ziele in Syrien an

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Über Damaskus sind die Geschosse der syrischen Luftabwehr zu sehen.

dpa

Als Reaktion auf eine auf die Golanhöhen abgefeuerte Rakete fliegt Israel Luftangriffe in Syrien. Ziel seien vor allem die iranischen Al-Kuds-Brigaden, heißt es. Laut Medien ist es der bisher schwerste Angriff des Landes in Syrien.

Die israelische Luftwaffe hat in der Nacht zahlreiche iranische Ziele im Nachbarland Syrien bombardiert. Es handele sich um den bisher schwersten Angriff Israels in Syrien, berichtete das israelische Fernsehen. Er sei eine Reaktion auf einen Angriff der iranischen Al-Kuds-Brigaden mit einer Rakete auf die von Israel besetzten Golanhöhen.

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Israels Ministerpräsident Netanjahu ist bekannt für seine harte Linie gegen den Iran.

(Foto: picture alliance/dpa)

Laut der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurden insgesamt elf Menschen bei den Angriffen getötet. Bei den Opfern handele es sich um elf Kämpfer, darunter zwei Syrer. Nach russischen Angaben kamen bei den Angriffen vier syrische Soldaten ums Leben, sechs wurden verletzt. Die syrische Luftabwehr habe während der Angriffe über 30 Marschflugkörper und Lenkbomben abgefangen und zerstört, zitierte die Nachrichtenagentur Interfax das russische Einsatz-Kontrollzentrum.

Die israelischen Streitkräfte teilten mit, es seien Ziele der Al-Kuds-Brigaden sowie der syrischen Armee angegriffen worden. Darunter seien mehrere Waffenlager und eine Einrichtung auf dem internationalen Flughafen von Damaskus, ein Ziel des iranischen Geheimdienstes sowie ein iranisches Trainingslager.

Die Al-Kuds-Brigaden sind die Eliteeinheit der iranischen Revolutionsgarden, sie werden vor allem im Ausland eingesetzt. Am Sonntag hatte die israelische Raketenabwehr ein Geschoss abgefangen, das die Al-Kuds-Brigaden auf den Golan abgefeuert haben sollen. Israelische Besucher des Skigebiets Hermon waren Zeugen des Vorfalls.

"Wer sich bekennt, der sagt: Ich bin hier"

Zuvor hatten israelische Kampfjets mehrere Raketen auf den Flughafen von Damaskus abgefeuert, die aber von der syrischen Abwehr abgefangen worden sein sollen. Laut der staatlichen syrischen Nachrichtenagentur Sana war die Luftabwehr auch in der Nacht zum Montag aktiv. Dazu erklärten die israelischen Streitkräfte, Syrien habe "trotz klarer Warnungen, ein solches Feuer zu unterlassen", Dutzende Luftabwehrraketen abgefeuert. Als Reaktion habe Israels Luftwaffe auch mehrere Abwehrbatterien der syrischen Streitkräfte attackiert.

Israel greift seit Jahren immer wieder Einrichtungen des Irans und der verbündeten libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah in Syrien an. Früher hatte Israel meist zu eigenen Angriffen geschwiegen und Berichte darüber nicht bestätigt. Betont wurde lediglich, dass Israel keine dauerhafte iranische Militärpräsenz in Syrien tolerieren werde. Der Iran ist neben Russland der engste Verbündete des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad im seit sieben Jahren laufenden Syrienkrieg.

Geheimdienstminister Israel Katz sagte dem israelischen Fernsehen, die neue offene Haltung stärke Israels Abschreckung. "Wer sich bekennt, der sagt: Ich bin hier", sagte Katz. Die Botschaft sei eindeutig: Wer Raketen auf Israel abfeuere, "der wird den vollen Preis zahlen". Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte am Sonntag während eines Besuchs im Tschad gesagt: "Wir haben eine dauerhafte Politik: mit Angriffen gegen die iranische Etablierung in Syrien vorzugehen und jeden zu attackieren, der uns schädigen will."

Quelle: n-tv.de, bad/mli/dpa/rts/AFP

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