Politik

Hightech-Wall gegen Hamas-Tunnel Israels "eiserne Mauer" unter Tage ist fertig

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Die Mauer verläuft auch über der Erde.

(Foto: REUTERS)

Um vom Gazastreifen nach Israel zu gelangen, nutzt die Hamas oftmals unterirdische Tunnel. Doch damit soll nun Schluss sein. Nach vierjähriger Bauzeit trennt eine neue Barriere die beiden Gebiete. Die Mauer verläuft sowohl über als auch unter der Erde und verfügt über modernste Technik.

Nach rund vier Jahren Bauzeit hat Israel eine 65 Kilometer lange, unterirdische Mauer entlang des Gazastreifens fertiggestellt. Sie soll die Möglichkeit von Angriffen durch Tunnel der in dem Palästinensergebiet herrschenden Hamas komplett unterbinden. Teil der mit Sensoren ausgestatteten Anlage seien auch ein mehr als sechs Meter hoher überirdischer Sperrzaun, eine Seebarriere, Radarsysteme, Kameras, Selbstschussanlagen und Wachräume, teilte das israelische Verteidigungsministerium mit.

Die Barriere beraube die islamistische Hamas ihrer Fähigkeit, nach Israel vorzudringen, sagte Verteidigungsminister Benny Gantz. Es sei eine "eiserne Mauer" zwischen der Hamas und den Einwohnern der israelischen Grenzorte am Rande des Gazastreifens. An dem Bau waren den Angaben zufolge mehr als 1200 Arbeiter beteiligt. Es seien dabei rund 220.000 Tonnen Beton und 140.000 Tonnen Eisen und Stahl verwendet worden.

Während des Gaza-Kriegs 2014 war es militanten Kämpfern mehrmals gelungen, durch Angriffstunnel auf israelisches Gebiet vorzudringen. Während der Operation demolierte Israels Armee zahlreiche dieser Tunnel.

Die rund zwei Millionen Menschen im Gazastreifen leben laut Hilfsorganisationen unter sehr schlechten Bedingungen. Die Hamas hatte 2007 gewaltsam die Macht an sich gerissen. Israel verschärfte daraufhin eine Blockade des Küstengebiets, die von Ägypten mitgetragen wird. Beide Staaten begründen die Maßnahme mit Sicherheitsinteressen. Israel, die EU und die USA stufen die Hamas als Terrororganisation ein.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa

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