Politik

"Haben großes Vertrauen" Joe Biden stärkt Sohn Hunter den Rücken

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Hunter Biden ist der zweite Sohn des gewählten US-Präsidenten.

(Foto: REUTERS)

Wegen möglicher Steuervergehen ermittelt die Justiz derzeit gegen Joe Bidens Sohn Hunter. Der künftige US-Präsident ist von der Unschuld des 50-Jährigen überzeugt. In einem TV-Interview bezeichnet er die Vorwürfe als "eine Art Foulspiel" gegen seine Familie.

Der künftige US-Präsident Joe Biden hat sich hinter seinen Sohn Hunter gestellt, der ins Visier von Steuerermittlern geraten ist. "Wir haben großes Vertrauen in unseren Sohn", sagte Joe Biden, als er am Donnerstagabend zusammen mit seiner Frau Jill in der "Late Show with Stephen Colbert" des Senders CBS befragt wurde.

Während des Wahlkampfs hatte der scheidende US-Präsident Donald Trump Hunter Biden wiederholt angegriffen und die Bidens als eine "korrupte" Familie bezeichnet. "Ich bin nicht beunruhigt über die Beschuldigungen, die sich auf ihn beziehen", sagte Joe Biden in der CBS-Sendung. Er halte dies für "eine Art Foulspiel".

Hunter Biden hatte vor einer guten Woche mitgeteilt, die Staatsanwaltschaft habe seine Anwälte über Ermittlungen über seine "Steuerangelegenheiten" informiert. Im Fokus steht dabei Hunter Bidens frühere hoch dotierte Tätigkeit beim ukrainischen Gasunternehmen Burisma. Sein Einstieg in den Verwaltungsrat des Konzerns im Jahr 2014 war umstritten, weil sein Vater damals Vizepräsident unter Präsident Barack Obama und dabei für die Ukraine-Politik der USA zuständig war.

Bereits im vergangenen Jahr waren die Geschäftsaktivitäten Ausgangspunkt der Ukraine-Affäre gewesen, die zu einem Amtsenthebungsverfahren gegen Trump geführt hatte. Trump hatte im Juni 2019 in einem Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj auf Korruptionsermittlungen gegen die Bidens und Burisma gedrungen.

Hunter Biden ist der zweite Sohn des gewählten Präsidenten. Sein älterer Bruder Beau war 2015 an den Folgen eines Gehirntumors gestorben. Hunter Biden hatte in der Vergangenheit mit Drogenproblemen zu kämpfen, was unter anderem bei einer TV-Präsidentschaftsdebatte zwischen Biden und Trump vor der Wahl thematisiert wurde.

Quelle: ntv.de, jpe/AFP