Politik

Merkels Mutter ist dabei Kanzlerin wird Ehrenbürgerin Templins

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Neben Bundeskanzlerin Merkel verfolgte deren Mutter Herlind Kasner die Zeremonie in Templin.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ihre Kindheit und Jugend verbringt Angela Merkel in der Uckermark. Auch Jahrzehnte später, als Kanzlerin, hält sie Templin die Treue. Ihre Mutter lebt noch heute in der Stadt. Nun erweist ihre "persönliche Heimat" der 64-Jährigen eine besondere Ehre.

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist zur Ehrenbürgerin ihrer brandenburgischen Heimatstadt Templin ernannt worden. Sie erhielt die Auszeichnung beim traditionellen Neujahrsempfang der Stadt. "Das ist eine Ehrung, die mir viel bedeutet - mich verbinden viele prägende Erinnerungen mit dieser Stadt", zitierte Regierungssprecher Steffen Seibert die Kanzlerin bei Twitter.

"Es gibt keinen Zweifel daran, Templin und die Uckermark sind und bleiben meine persönliche Heimat", so Merkel. Die 1954 in Hamburg geborene Merkel verbrachte von 1957 bis 1973 ihre Kindheit und Jugend in der heute rund 16.000 Einwohner zählenden Stadt in der Uckermark.

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Ihr Vater Horst Kasner, gestorben 2011, baute dort ein Pastoralkolleg auf. Merkel ging in Templin zur Schule und nach dem Abitur zum Studium nach Leipzig und später nach Berlin. Ihre Mutter lebt heute noch in der Stadt und war bei dem Empfang dabei. In einem Wochenendhaus nahe Templin verbringt Merkel ihre freie Zeit.

Einige Dutzend Bürger protestieren

Nach ihrer Ankunft wurde die CDU-Politikerin von Bürgermeister Detlef Tabbert begrüßt, danach trug sie sich in das Gästebuch der Stadt ein. Die Laudatio bei der Übergabe der Ehrenbürgerwürde hielt der frühere Landrat im Landkreis Barnim, SPD-Politiker Bodo Ihrke, ein ehemaliger Schulfreund der Kanzlerin.

Die Stadt ehrt die Leistungen Merkels in einer bewegten Zeit. Im vergangenen Juni hatten sich 20 von 29 Stadtverordneten dafür ausgesprochen. Einige Dutzend Bürger protestierten vor dem Veranstaltungsort allerdings gegen die Ehrung, weil Merkel aus ihrer Sicht nichts für die Stadt getan hat.

Quelle: n-tv.de, fzö/AFP/dpa