Politik

Auf eigene Kosten instandgesetzt Rheinmetall: 16 "Marder"-Panzer stehen bereit

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Gleich 16 der 35 Tonnen schweren "Marder" wären zur Auslieferung bereit.

(Foto: dpa)

Die Diskussion um deutsche Panzer-Lieferungen an die Ukraine nimmt weiter Fahrt auf. Mehr als ein Dutzend Fahrzeuge vom Typ "Marder" stünden bereit, lässt Hersteller Rheinmetall verlauten. Es fehlt nur die Ausfuhrgenehmigung der Bundesregierung.

Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall hat 16 "Marder" aus ausgemusterten Beständen der Bundeswehr auf eigene Kosten weitestgehend wiederhergestellt. Sie seien auslieferbar, es gebe aber keine Ausfuhrgenehmigung der Bundesregierung, teilte das Unternehmen laut NDR mit. Zudem habe der Konzern mit der Aufbereitung 14 weiterer "Marder" bereits begonnen. Bei Bedarf könnten demnach noch 70 weitere Fahrzeuge aus Altbeständen wieder nutzbar gemacht werden.

Von ukrainische Seite gibt es den Wunsch nach Lieferung gepanzerter Fahrzeuge des Typs "Marder" sowie von "Leopard"-Kampfpanzern aus Deutschland aus Industriebeständen. Die Bundesregierung ist dazu bisher nicht bereit. Es gibt aber Forderungen auch aus den Reihen der Koalition, dies zu ändern.

Auch 88 Panzer "Leopard 1" und weitere "Leopard 2" stehen zur Modernisierung im Depot. Nach Einschätzung von Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender von Rheinmetall, ist der "Marder" immer noch ein leistungsfähiges Kampffahrzeug und wird auch von der Bundeswehr eingesetzt - zum Beispiel in Litauen. "Wir haben den 'Marder' über Jahre hinweg auch immer wieder modernisiert", sagte er im Juli.

Bei der Bundeswehr sollen die restlichen "Marder", die seit fast 50 Jahren im Einsatz sind, durch den Schützenpanzer "Puma" ersetzt werden. Der rund 35 Tonnen schwere "Marder" ist mit einer 20-Millimeter-Bordkanone und einem Maschinengewehr ausgestattet. Auf der Straße erreicht er bis zu 65 Kilometer pro Stunde. Mit einer Tankfüllung kommt er bis zu 520 Kilometer weit, im Gelände beträgt die maximale Reichweite 260 Kilometer.

(Dieser Artikel wurde am Dienstag, 13. September 2022 erstmals veröffentlicht.)

Quelle: ntv.de, mba

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