Politik

Nicht vererbbar Keine Entschädigung für Kohl-Witwe

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Das Geld sei Kohl zugesprochen worden, nicht seiner Witwe, urteilt das Gericht.

(Foto: picture alliance / Oliver Berg/d)

Kohls Biograf veröffentlicht ein Buch über den Altkanzler, ohne alle Zitate autorisiert zu haben. Dafür wird dem inzwischen Verstorbenen eine finanzielle Kompensation zugesprochen. Aber nur ihm.

Maike Kohl-Richter hat keinen Anspruch auf eine von Altkanzler Helmut Kohl erstrittene Rekord-Entschädigung in Höhe von einer Million Euro. Das entschied das Oberlandesgericht Köln. Der Anspruch auf Geldentschädigung sei nicht vererbbar, erläuterte die Vorsitzende Richterin Margarete Reske. Schließlich gehe es darum, dem Geschädigten Genugtuung zu verschaffen, und das sei nur möglich, solange er noch lebe.

Kohl war im vergangenen Jahr gestorben. Das Urteil des Oberlandesgerichts ist allerdings noch nicht rechtskräftig - die Witwe und Alleinerbin Maike Kohl-Richter kann dagegen in Revision gehen.

Helmut Kohl hatte die Entschädigung kurz vor seinem Tod vom Landgericht Köln zugesprochen bekommen, weil in dem Buch "Vermächtnis: Die Kohl-Protokolle" unautorisierte Zitate von ihm veröffentlicht worden waren.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa