Politik

Auch andere Monumente betroffen Kiew benennt Denkmal aus Sowjetzeiten um

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Viele Kiewer machen sich wegen des russischen Einmarschs in die Ukraine dafür stark, Hinweise auf das sowjetische Erbe zu entfernen.

(Foto: picture alliance / JOKER)

Das Denkmal der Völkerfreundschaft in Kiew stammt noch aus Sowjetzeiten. Das 35 Meter hohe Monument symbolisiert die enge Beziehung zu Moskau. Als Konsequenz des russischen Angriffskriegs soll das Denkmal allerdings bald anders heißen.

Angesichts des russischen Angriffskriegs in der Ukraine hat die Hauptstadt Kiew ein bekanntes Denkmal aus Sowjetzeiten umbenannt, das enge Beziehungen zu Moskau symbolisieren sollte. Das Denkmal der Völkerfreundschaft werde in Denkmal der Freiheit des ukrainischen Volkes umbenannt, teilte Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram mit.

Vergangenen Monat hatte die Stadtverwaltung an dem Denkmal bereits die Statuen eines russischen und eines ukrainischen Arbeiters entfernen lassen. "Nicht ohne Anstrengung, aber die sowjetische Skulptur der beiden Arbeiter (ein Symbol für die Vereinigung der Ukraine und Russland) wurde heute Abend entfernt", teilte Klitschko damals mit. Zuerst sei der Kopf des russischen Arbeiters gefallen, sagte er. Insgesamt sei die Demontage nicht einfach gewesen, aber letztlich geglückt. Das habe Symbolkraft. "Wir müssen den Feind und den russischen Besatzer aus unserem Land vertreiben", sagte Klitschko.

Auch andere Monumente aus Sowjetzeiten sollen aus Kiew verschwinden. Die Stadtverwaltung habe dafür eine Liste von mehr als 40 Denkmälern und Gedenktafeln erstellt, erklärte Klitschko. Sie sollten "aus den Straßen und Gebäuden der Hauptstadt entfernt und in ein Museum zum Totalitarismus gebracht werden".

Klitschko hob hervor, die Umbenennungen und die Entfernung der Monumente brauche Zeit und müsse von "Spezialisten", insbesondere Historikern, vorgenommen werden. Auf diese Weise solle eine "übereilte Entscheidung" verhindert werden. Das nun umbenannte, 35 Meter hohe Denkmal war 1982 im Zentrum von Kiew errichtet worden.

Viele Kiewer machen sich wegen des russischen Einmarschs in die Ukraine dafür stark, Hinweise auf das sowjetische Erbe des Landes sowie auf Russland und dessen Verbündeten Belarus zu entfernen. Die Kiewer U-Bahn hat bereits Online-Umfragen gestartet, um neue Namen für einige Stationen zu finden.

Quelle: ntv.de, jki/AFP

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