Politik

Nach Flucht aus Venezuela Kolumbien bietet Ortega Asyl an

e38dfef2b7fb707efed3e094e3161007.jpg

Könnte in Kolumbien Asyl beantragen: Luisa Ortega

(Foto: dpa)

Kolumbiens Präsident Santos sichert der venezuelanischen Ex-Generalstaatsanwältin Ortega Schutz zu. Sie war nach einem wochenlangen Machtkampf mit Venezuelas Präsident Maduro ins Nachbarland geflohen.

Kolumbien hat der abgesetzten Staatsanwältin Luisa Ortega nach deren Flucht aus Venezuela den vollen Schutz zugesichert. "Wenn Ortega Asyl beantragt, werden wir es ihr gewähren", schrieb der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos auf Twitter. Senatspräsident Efraín Cepeda lud die Staatsanwältin - ebenfalls per Twitter - ein, die kolumbianische Regierung bei einer ihrer Plenarsitzungen zu besuchen.

Ortega war am Freitag gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem Abgeordneten Germán Ferrer, in Bogotá gelandet. Gegen ihn liegt in Venezuela ein Haftbefehl vor. Ortega floh nach einem wochenlangen Machtkampf mit Venezuelas Präsident Nicolás Maduro. Lange Zeit gehörte sie selbst zur Nomenklatur im sozialistischen Venezuela und trug die Regierungspolitik mit.

Sie brach erst mit Maduro, als der Oberste Gerichtshof im März dem Parlament vorübergehend wichtige Kompetenzen entzog. Als der Präsident eine Verfassungsgebende Versammlung bilden und die Abgeordneten endgültig entmachten ließ, überwarf sie sich vollends mit der Regierung. Ortega wirft Maduro vor, Venezuela zu einer Diktatur umzubauen und das Erbe des gestorbenen Präsidenten Hugo Chávez zu beschmutzen. Maduro hingegen sieht in der rebellischen Staatsanwältin eine Verräterin. Die Verfassungsversammlung erklärte sie zur "Staatsfeindin Nummer eins".

Quelle: n-tv.de, dpa/bra

Mehr zum Thema