Politik

26 Tote bei KämpfenIsrael sucht im Libanon nach seit 40 Jahren vermisstem Soldaten

07.03.2026, 13:57 Uhr
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Vier Apache-Hubschrauber landeten in dem Gebiet. (Foto: AP Photo/Leo Correa)

Im Iran-Krieg flammen auch andere Konflikte neu auf. Israel begibt sich jetzt im Libanon auf die Suche nach einem vor 40 Jahren verunglückten Luftwaffen-Navigator. Dabei kommt es jedoch zu schweren Gefechten, die viele Todesopfer fordern.

Israels Armee hat im Libanon überraschend einen nächtlichen Einsatz mit Militärhubschraubern durchgeführt. Spezialtruppen hätten in der Nacht versucht, Details zum israelischen Luftwaffen-Navigator Ron Arad zu finden, der 1986 über dem Südlibanon abgeschossen und von der schiitischen Amal-Miliz gefangen genommen wurde. Das teilte Israels Armee mit. Man werde "Tag und Nacht" versuchen, getötete und vermisste Israelis nach Hause zu holen.

Libanons Staatsagentur NNA und libanesische Medien berichteten, vier israelische Apache-Kampfhubschrauber seien in dem Gebiet gelandet. Nach schweren Kämpfen habe es mindestens 26 Tote gegeben, darunter drei libanesische Armeesoldaten. Israel habe während des Einsatzes rund 40 Luftangriffe in dem Gebiet geflogen.

Die Hisbollah teilte mit, vier israelische Armee-Hubschrauber seien von Syrien aus in den östlichen Libanon geflogen und hätten dort eine Infanterie-Einheit abgesetzt. Diese sei dann ins Dorf Nabi Schit vorgedrungen und habe sich an einem Friedhof einen Schusswechsel mit Hisbollah-Kämpfern geliefert. Das Kommando sei dann nach schweren Gefechten mit Hilfe von parallelen israelischen Luftangriffen wieder abgezogen.

Die libanesische Zeitung "L'Orient-Le Jour" berichtete, rund acht israelische Soldaten seien bei dem nächtlichen Einsatz am Boden im Einsatz gewesen. Dem Bericht zufolge sollen sie auch Gräber auf dem Friedhof in Nabi Schit durchsucht haben. Unabhängig bestätigen ließen sich diese Berichte nicht.

Der israelische Soldat Arad war vor 40 Jahren in einem Kampfflugzeug im Libanon abgestürzt. Israel gelang es trotz jahrzehntelanger Bemühungen nie, ihn zu befreien. Sein ungeklärtes Schicksal bewegt die Öffentlichkeit bis heute.

Eine würdige Beerdigung ist für Israelis aus religiösen, menschlichen und gesellschaftlichen Gründen von größter Wichtigkeit. Dies gilt insbesondere auch für gefallene Soldaten. Die Armee hat einen Kodex, der vorsieht, dass Soldaten "nicht zurückgelassen" werden - weder lebend noch tot. Dieses Versprechen soll auch die Moral der Truppe stärken.

Quelle: ntv.de, mpa/dpa

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