Politik

Einreise nur mit triftigem Grund Kontrollen an deutschen Grenzen gestartet

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Pendler müssen sich an den Grenzen zu Luxemburg und Frankreich auf Staus einstellen.

(Foto: imago images/Reichwein)

An den Grenzübergängen nach Luxemburg und Frankreich bilden sich Staus. Die verschärften Grenzkontrollen sollen die rasante Ausbreitung des Coronavirus eindämmen. Ausnahmen gelten für Warenverkehr und Berufspendler.

Deutschland hat an den Grenzen nach Österreich, Frankreich, Luxemburg und Dänemark sowie zur Schweiz am Morgen um acht Uhr mit den geplanten Kontrollen begonnen. Dadurch soll eine rasante Ausbreitung des Virus verhindert und die Zahl der Infizierten und Toten kleingehalten werden. Reisende ohne triftigen Grund dürfen daher nicht mehr nach Deutschland einreisen, wie ein Sprecher der Bundespolizei mitteilte. Der Warenverkehr und Berufspendler seien davon aber nicht betroffen.

Bundesinnenminister Horst Seehofer hatte die Maßnahmen am Sonntagabend angekündigt. Sie waren zuvor von Kanzlerin Angela Merkel, Seehofer und mehreren Ministerpräsidenten vereinbart worden. Im Norden blieb ein Verkehrschaos am Morgen zunächst aus. Dänemark hatte die Grenze zu Deutschland bereits am Samstag um 12 Uhr geschlossen.

An den Grenzübergängen nach Luxemburg und Frankreich bildeten sich nach Angaben eines Bundespolizei-Sprechers erste Rückstaus. Die Menschen zeigten aber eine "hohe Akzeptanz" für die Maßnahmen. An der Grenze zu Österreich blieb es kurz vor und zu Beginn der Kontrollen ruhig. Der Verkehr rollte zunächst normal weiter, der Rückstau nach Österreich war gering, wie dpa-Reporter vor Ort berichteten. Auch Raststätten und deren Parkplätze im Grenzgebiet seien auffällig leer.

Grenzkontrollen zwischen Deutschland und Österreich gibt es schon seit der Flüchtlingskrise im Herbst 2015. Die neuen Regelungen würden vorerst auf unbestimmte Zeit laufen, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Ob es demnächst zu Chaos oder langen Rückstaus an der Grenze komme, sei derzeit noch nicht abschätzbar.

Quelle: ntv.de, mba/dpa