Politik

Facebook, Ford, American Express Konzerne stoppen Spenden an Biden-Boykotteure

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Ted Cruz (r.) und Josh Hawley sind die bekanntesten republikanischen Köpfe, die Biden die Zustimmung verweigerten.

(Foto: AP)

Joe Biden wird der nächste US-Präsident, doch bei seiner Zertifizierung im US-Kapitol wollten einige Republikaner nicht von ihrer Annahme abrücken, die Wahl sei manipuliert. Große Konzerne drehen den Biden-Boykotteuren jetzt den Geldhahn ab.

In den USA haben weitere Konzerne eine Aussetzung von Spenden an Abgeordnete angekündigt, die sich gegen die Bestätigung von Joe Biden als neuen Präsidenten gestellt hatten. Der Chef von American Express, Stephen Squeri, erklärte, der Versuch von einigen Kongressmitgliedern "das Wahlergebnis zu untergraben und die friedliche Machtübergabe zu stören", sei nicht mit den Werten seines Konzerns vereinbar.

Dow Chemical kündigte den Schritt für die Dauer eines Wahlzyklus an - zwei Jahre für Mitglieder des Repräsentantenhauses und bis zu sechs Jahre für Senatoren. Mehrere Konzerne gaben bekannt, zunächst alle Spenden auszusetzen und ihr weiteres Vorgehen zu prüfen, darunter Facebook, Microsoft und Ford. Die einzelnen Spenden variieren im vierstelligen Bereich.

Am Sonntag hatten die weltgrößte Hotelkette Marriott und der Krankenversicherungsverband Blue Cross Blue Shield Association (BCBSA) angekündigt, keinen der Abgeordneten mehr zu unterstützen, die sich in vergangene Woche gegen die Zertifizierung von Bidens Sieg gestellt hatten. Der üblicherweise rein formelle Schritt war durch die Erstürmung des Kapitols von Anhängern von Präsident Donald Trump unterbrochen worden. Experten zufolge dürften die Vorgänge für Trump wie auch für seine Anhänger ohnehin schwere politische Folgen haben.

Bei der Zertifizierung hatten sich acht Senatoren gegen die formelle Anerkennung des Wahlergebnisses gestimmt. Darunter auch die Senatoren Ted Cruz (Texas) und Josh Hawley (Missouri). Die Republikaner zweifelten die Stimmauszählung in den Bundesstaaten Arizona und Pennsylvania an. Die erst Anfang Januar ins Repräsentantenhaus gewählte Republikanerin Marjorie Taylor Greene reagierte auf Twitter trotzig auf die Spendenstreichung: "Das ist okay. Ich bin glücklich mit 5-Dollar-Spenden von den 75 Millionen Amerikanern, die Donald Trump unterstützt haben. Ich arbeite für die Menschen, nicht die Kommunisten."

Quelle: ntv.de, mba/rts