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Ukraine müsste kapitulieren Kreml: Krieg könnte heute schon vorbei sein

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Ukrainische Soldaten legen ihre Waffen nieder? Präsident Selenskyj sieht das nicht kommen.

(Foto: IMAGO/Agencia EFE)

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Friedensgespräche zwischen der Ukraine und Russland liegen derzeit auf Eis. Dabei ist sich der Kreml sicher, dass der Krieg binnen eines Tages vorbei sein könnte. Die Ukraine müsse nur eine Bedingung erfüllen.

Russland würde seine Offensive gegen die Ukraine nach Kreml-Angaben im Fall einer Kapitulation Kiews sofort beenden. "Die ukrainische Seite kann alles noch vor dem Ende des heutigen Tages stoppen", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow in Moskau vor Journalisten. Dafür sei "ein Befehl an die nationalistischen Einheiten", "an die "ukrainischen Soldaten zur Niederlegung ihrer Waffen" notwendig. Kiew müsse zudem alle russischen Bedingungen erfüllen. "Dann wäre alles binnen eines Tages vorbei."

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte von den G7-Staaten eine Kraftanstrengung gefordert, um den Konflikt in seinem Land noch dieses Jahr zu beenden. Peskow sagte dazu, Russland habe sich keine Zeitpläne oder Fristen gesetzt. "Wir orientieren uns an den Aussagen unseres Präsidenten." Der "militärische Spezialeinsatz" verlaufe "planmäßig", sagte der Kreml-Sprecher.

Kiew hat Aufforderungen Moskaus zur Kapitulation kategorisch abgelehnt. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte den Einmarsch in die Ukraine am 24. Februar befohlen. Am Anfang hatte es auch Verhandlungen gegeben zwischen Vertretern der Ukraine und Russlands über ein mögliches Ende des Krieges. Diese wurden ohne Ergebnis abgebrochen.

Der von Putin beauftragte Verhandlungsführer Wladimir Medinski gab der Ukraine die Schuld am Scheitern der Gespräche. Er betonte Moskaus Bereitschaft zu Verhandlungen. Selenskyj hatte zuletzt mehrfach betont, dass der Krieg auf dem Schlachtfeld entschieden werden solle.

Der ukrainische Botschafter Andrij Melnyk fordert dagegen die Bundesregierung auf, an der Seite von Frankreich Friedensgespräche zwischen Russland und der Ukraine anzustrengen. "Ich glaube, das liegt auch in deutscher Hand, heute zu entscheiden, ob man abwartet und schaut, wie die Lage sich entwickelt, oder ob man diese Initiative jetzt ergreift und uns nicht nur jetzt hoffentlich mit mehr Waffen unterstützt, sondern auch parallel diese Friedensgespräche auf den Weg bringt", sagte Melnyk im Mai.

Quelle: ntv.de, mba/AFP

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