Politik

Keine Personenverehrung Castros Kuba beschließt Gesetz gegen Fidel-Kult

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Castros Name und Bildnis dürfen nur noch sehr eingeschränkt verwendet werden.

(Foto: picture alliance / dpa)

Mit 90 Jahren stirbt Kubas ewiger Revolutionsführer Fidel Castro. Posthum soll nun aber kein Personenkult um den ehemaligen Staatschef entstehen. Ein entsprechendes Gesetz soll das verhindern.

Auf Wunsch des verstorbenen Revolutionsführers Fidel Castro hat das kubanische Parlament ein Gesetz verabschiedet, das einen posthumen Personenkult unterbinden soll. Die in Havanna einstimmig verabschiedete Vorlage schreibt fest, dass in Kuba keine Straßen, Plätze oder Gebäude nach Fidel Castro benannt werden dürfen. Auch dürfen keine Fidel-Castro-Statuen aufgestellt werden. Die Benutzung seines Namens sowie die Bezeichnung "Máximo Lider" für Werbe- oder andere kommerzielle Zwecke wird ebenfalls verboten.

Der gegenwärtige Staatschef Raúl Castro hatte das neue Gesetz mit dem Wunsch seines Bruders begründet, keinen Personenkult zuzulassen. Der legendäre Revolutionsführer Fidel Castro war in Kuba zwar allgegenwärtig, aber bereits zu Lebzeiten hatte er die Errichtung von Standbildern oder Straßenbenennungen zu seinen Ehren abgelehnt.

Das neue Gesetz verbietet die Verwendung von Fidel Castros Namen nicht vollständig. Künstler dürfen ihn benutzen, er darf bei Kundgebungen genannt werden, und er soll als Namensgeber für ein Institut fungieren, das sich mit Fidel Castros Rolle in der Geschichte befasst. Der ehemalige Staatspräsident Kubas starb am 25. November im Alter von 90 Jahren. Er regierte das Land seit dem Sieg der Revolution 1959. 2006 gab er die Amtsgeschäfte nach einer Erkrankung an seinen fünf Jahre jüngeren Bruder Raúl ab, 2008 trat er offiziell zurück.

Quelle: n-tv.de, lsc/AFP/epd

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