Politik

Bei Abstimmungsniederlage Mays Labour-Chef Corbyn propagiert Neuwahlen

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Neuwahlen nach May-Pleite bei Brexit-Abstimmung? Das sei "nicht nur die praktischste, sondern auch die demokratischste Option", so Corbyn.

picture alliance/dpa

Das Beste für Großbritannien wollen sowohl Premierministerin May als auch Oppositionsführer Corbyn. Das Beste heißt: EU-Austritt. Allerdings ist Mays Brexit-Deal umstritten, eine Niederlage im Parlament wahrscheinlich. Corbyn wittert Morgenluft.

Der britische Oppositionsführer Jeremy Corbyn will im Falle einer Niederlage von Premierministerin Theresa May bei der Brexit-Abstimmung am 15. Januar Neuwahlen fordern. "Wenn die Regierung ihre wichtigste Gesetzgebung nicht verabschieden kann, muss es so bald wie möglich eine Parlamentswahl geben", heißt es in einem Redemanuskript des Labour-Chefs. Dies sei "nicht nur die praktischste, sondern auch die demokratischste Option".

"Es würde der siegreichen Partei ein neues Mandat geben, um ein besseres Abkommen für Großbritannien auszuhandeln und Unterstützung im Parlament und im ganzen Land zu erhalten", heißt es in dem Text.

Neue Abstimmung am 15. Januar

Der Vorsitzende der Konservativen Partei von May konterte, die Labour-Führung habe offensichtlich keinen Plan für den Brexit. "Stattdessen streitet sie sich öffentlich darüber, ob sie die Entscheidung des britischen Volkes vereiteln und das Referendum wiederholen", sagte Brandon Lewis.

Eine erste Abstimmung über die mit der EU-Kommission erzielte Brexit-Vereinbarung im Dezember hatte May kurzfristig verschoben, da sich eine Niederlage für die ausgehandelte Austrittsvereinbarung abzeichnete. Die neue Abstimmung soll am 15. Januar um 20.00 Uhr (MEZ) beginnen.

Quelle: n-tv.de, bad/rts

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