Politik

Schlechteres Ergebnis als 2017 Lindner als FDP-Chef wiedergewählt

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Christian Lindner führt die FDP weiter als Vorsitzender an.

(Foto: picture alliance/dpa)

Christian Lindner bleibt weiterhin Vorsitzender der FDP. Auf dem Parteitag der Liberalen in Berlin bestätigen die Delegierten den 40-Jährigen im Amt. Trotz großer Mehrheit fällt die Zustimmung geringer aus als vor zwei Jahren.

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner ist mit großer Mehrheit im Amt bestätigt worden. Für den 40-Jährigen stimmten auf dem Parteitag in Berlin 86,6 Prozent der Delegierten. Gut zehn Prozent votierten gegen Lindner, rund drei Prozent enthielten sich. Einen Gegenkandidaten gab es nicht.

In seiner Rede auf dem Parteitag attackierte Lindner die große Koalition, aber auch seine Oppositionskollegen von den Grünen scharf. Bei der Bundesregierung erkannte er "Signaturen der Planwirtschaft", den Grünen warf er eine Bevormundung der Bürger vor. Er unterstrich, aus Sicht der FDP sei eine starke Wirtschaft "Mittel und Weg, damit diese Gesellschaft ihre Ziele erreichen kann". Nur eine kraftvolle Wirtschaft könne neue Technologien für den Klimaschutz entwickeln und das soziale Netz garantieren.

Für die nächsten Jahre gab Lindner das Ziel aus, dass sich die FDP eine "stabile Anhängerschaft" im zweistelligen Prozentbereich sichert. Außerdem sollten die Liberalen in allen Landtagen vertreten sein und im Bund ebenso wie in den Ländern Regierungsverantwortung übernehmen.

Obwohl Lindner bereits eineinhalb Stunden zu den Anwesenden gesprochen hatte, forderte eine Delegierte vor der Abstimmung über den Bundesvorsitz eine Vorstellung des Kandidaten. Lindner nahm es mit Humor und berichtete, sein erster Berufswunsch sei Bauer gewesen. Er sei aber "jetzt auch sehr zufrieden mit der Alternativverwendung als Bundesvorsitzender dieser Freien Demokratischen Partei".

Lindner war erstmals Ende 2013 zum Vorsitzenden gewählt worden, nachdem die FDP bei der Bundestagswahl an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert war. 2015 und 2017 wurde er jeweils mit mehr als 90 Prozent bestätigt.

Quelle: n-tv.de, jpe/AFP

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