Politik

Bahnfahren soll günstiger werden Linke ruft zum Preiskampf gegen Inlandsflüge

15074696.jpg

ICE-Tickets dürfen nicht mehr kosten als ein vergleichbarer Inlandsflug, heißt es in dem Papier.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Damit in Zukunft weniger Menschen in ein Flugzeug steigen, muss die Bahn eine echte Alternative werden. Die Linke fordert deshalb die schrittweise Reduzierung von Ticketpreisen. Ein Papier mit dem Motto "Zug vor Flug" wartet mit weiteren Ideen auf.

Die Linke ist für eine "politische Preisregulierung" im Bahn- und Flugverkehr, um die Ticketpreise auf der Schiene zu senken. Ziel müsse es sein, dass die Preise für den Regionalverkehr bei der Bahn schrittweise um 50 Prozent reduziert würden. Zudem dürfe kein ICE-Ticket mehr kosten als ein vergleichbarer Inlandsflug, heißt es in einem Konzept, das im Parteivorstand der Linken beschlossen wurde.

Die Linke plädiert in dem Papier außerdem für eine Senkung der Mehrwertsteuer bei Bahn-Tickets, Bahn-Investitionen und für die Einführung einer "Sozial-Bahncard 50" für Menschen mit niedrigen Einkommen. Um innerdeutsche und zentral-europäische Flüge zu ersetzen, müsse es einen Ausbau bei der Bahn in der Fläche, in den Ballungsräumen und im Nachtzug-Netz geben. Um das zu finanzieren, spricht sich die Linke unter anderem für eine Besteuerung von Flugbenzin aus. Es müsse gelten "Zug vor Flug. Subventionen zu Gunsten der Bahn umschichten."

Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat sich mit Blick auf einen besseren Klimaschutz kürzlich für eine Senkung oder gar Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Bahntickets ausgesprochen. Er wolle niemandem vorschreiben, ob er fliegen oder mit dem Zug fahren sollte. Aber er wolle das Bahnfahren so attraktiv machen, dass das Flugzeug auf Kurzstrecken nicht mehr benutzt werden müsse, sagte der CSU-Chef der "Welt am Sonntag" in einem Interview.

"Dazu muss Bahnfahren deutlich billiger werden. Bahntickets sollten so weit wie möglich von der Mehrwertsteuer befreit werden, derzeit gibt es dafür nicht einmal den ermäßigten Mehrwertsteuersatz. Das kann nicht so bleiben", zitiert die Zeitung Söder.

Quelle: n-tv.de, jki/dpa

Mehr zum Thema