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Wahl in Griechenland Links-rechts-Koalition macht weiter

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Regenbogenfahnen und ein rechter Koalitionspartner: Bei Syriza kein Problem.

(Foto: AP)

Die linke Syriza-Partei von Alexis Tsipras wird wieder stärkste Kraft in Griechenland. Schon am Wahlabend einigt sie sich mit ihrem bisherigen Koalitionspartner auf eine Neuauflage des Regierungsbündnisses.

Nur wenige Stunden nach dem Ende der Wahl in Griechenland hat sich das Linksbündnis Syriza bereits mit den Rechtspopulisten auf eine neue Koalition verständigt. Ex-Ministerpräsident Alexis Tsipras habe sich mit dem Vorsitzenden der Unabhängigen Griechen (Anel), Panos Kammenos, geeinigt, heißt es zunächst aus Syriza-Kreisen. Kammenos bestätigte dies.

Syriza hat bei der Wahl besser abgeschnitten als zuletzt vorhergesagt wurde. Die Partei erhielt laut Hochrechnung 35,5 Prozent, was nur etwas weniger ist als bei der letzten Wahl im Januar. Die konservative Nea Dimokratia erhielt mit 28,2 Prozent nur etwas mehr Stimmen als beim letzten Mal. Die Unabhängigen Griechen verloren gut etwa ein Prozent.

145 von 300 Parlamentssitzen

Die rechtsextreme Goldene Morgenröte erhielt 7 Prozent, die sozialdemokratische Pasok 6,3 Prozent, die kommunistischen KKE 5,5 Prozent und die liberale To Potami 4 Prozent.

In Griechenland gilt eine Drei-Prozent-Hürde. Die Partei mit den meisten Stimmen bekommt einen Bonus von 50 Parlamentssitzen. Da das Parlament aus 300 Abgeordneten besteht, sind für eine Mehrheit 151 Sitze notwendig.

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Laut Hochrechnung nach Auszählung von knapp der Hälfte der Stimmen kann Syriza mit 145 Sitzen rechnen. Die Nea Dimokratia bekäme 75, die Goldene Morgenröte 19, Pasok 17, KKE 14, To Potami 11, die Unabhängigen Griechen ebenfalls 10 und die Union der Zentristen 9 Sitze.

Meimaraiks gratuliert

Alexis Tsipras schrieb auf Twitter: "Mit harter Arbeit und Ausdauer werden wir voranschreiten", schrieb der Vorsitzende der Syriza-Partei bei Twitter. Angeblich will Tsipras binnen drei Tagen eine Regierung bilden. Für eine Koalition wolle er sich an den bisherigen Partner, die rechten "Unabhängigen Griechen", wenden.

Tsipras wurde von Anhängern der Partei mit Jubel empfangen, äußerte sich auf der Bühne aber nicht offiziell. Der Chef der Nea Dimokratia, Evangelos Meimarakis, räumte seine Niederlage ein. "Ich gratuliere Herrn Tsipras und fordere ihn auf, seine Regierung zu bilden", sagte er.

Die Parlamentswahl war der fünfte Wahlgang seit dem Jahr 2010. Allein in diesem Jahr war es das dritte Mal, dass die Griechen zur Stimmabgabe aufgerufen waren - nach der Parlamentswahl im Januar und einer Volksabstimmung über die internationalen Sparauflagen im Juli.

Angeblich hatte Tsipras an Beliebtheit verloren

Tsipras hatte mit seinem Rücktritt im August den Weg für die vorgezogenen Neuwahlen freigemacht, nachdem ihm im Streit um die Verhandlungen mit den internationalen Geldgebern ein Teil seiner Partei die Gefolgschaft verweigert hatte. Der linke Flügel, der nach der Abspaltung von Syriza die Partei "Volkseinheit" gründete, wirft Tsipras vor, sich trotz anders lautender Wahlversprechen den Spar- und Reformforderungen der Kreditgeber gebeugt zu haben.

Syriza war bei der Parlamentswahl im Januar mit 36,3 Prozent mit dem Versprechen stärkste Kraft geworden, die schmerzhafte Sparpolitik zu beenden. Im Juli schloss Tsipras dann aber trotz eines Nein-Votums der Bevölkerung ein Abkommen mit den Geldgebern, um neue Finanzhilfen in Höhe von 86 Milliarden Euro zu erhalten. Dies kostete dem 41-Jährigen laut Umfragen viel Zustimmung, während sein 61-jähriger Herausforderer Meimarakis demnach deutlich an Beliebtheit zulegte. Die Meinungsforscher hatten deswegen einen knappen Wahlausgang vorhergesagt.

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Quelle: n-tv.de, che/AFP/dpa/rts

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