Politik

Thema Russland und Afghanistan London: Heikle Daten an Busstopp entdeckt

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Ein Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums hat den Verlust der Dokumente "zeitnah" gemeldet

(Foto: picture alliance / imageBROKER)

Seit Tagen befindet sich Großbritannien im Streit mit Moskau um den Kurs eines britischen Zerstörers vor der Krim. Nun sind ausgerechnet dazu Unterlagen aus dem britischen Verteidigungsministerium an einer Bushaltestelle aufgetaucht. Darunter E-Mails, Präsentationen und knapp 50 Seiten.

Geheime Unterlagen aus dem britischen Verteidigungsministerium hat ein Mitarbeiter an einer Bushaltestelle vergessen. Ein Passant entdeckte die völlig durchweichten Dokumente in der südostenglischen Grafschaft Kent und übergab sie der BBC, wie der Sender berichtete. Es handle sich um knapp 50 Seiten, darunter E-Mails und Präsentationen.

Diskutiert werde darin etwa die mögliche Reaktion Moskaus auf den Kurs des Zerstörers "HMS Defender" durch umstrittene Gewässer vor der von Russland einverleibten Halbinsel Krim und Pläne für eine mögliche britische Militärpräsenz in Afghanistan nach dem Ende des US-geführten Nato-Einsatzes. Das Ministerium teilte mit, der Mitarbeiter habe den Verlust der Unterlagen am Dienstag sofort gemeldet, eine Untersuchung sei eingeleitet worden.

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Die britische Regierung hatte betont, die "Defender" habe - wie von internationalem Recht gedeckt - den schnellsten Weg zwischen zwei Punkten gewählt. Aus Sicht Moskaus ist das Kriegsschiff illegal in russische Hoheitsgewässer eingedrungen. Die Küstenwache habe Warnschüsse und Bomben eingesetzt, um die "Defender" abzudrängen. London hingegen spricht von einer russischen Militärübung und betont, der Zerstörer habe die Freiheit der Schifffahrt durchgesetzt.

Aus dem Verteidigungsministerium hieß es nun: "Wie die Öffentlichkeit erwarten würde, trifft das Verteidigungsministerium alle Planungen mit Umsicht." Deshalb würden "alle potenziellen Faktoren" einbezogen, wenn "operative Entscheidungen" getroffen werden.

Quelle: ntv.de, jru/dpa

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