Politik

Nach Atembeschwerden wegen Covid Luxemburgs Premier verlässt Krankenhaus

246026702.jpg

Bettel wird die restliche Zeit seiner Quarantäne zu Hause verbringen.

(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Zunächst sieht es nach einem milden Covid-19-Verlauf aus, dann muss Luxemburgs Premierminister Bettel wegen einer niedrigen Sauerstoffsättigung im Blut ins Krankenhaus eingeliefert werden. Nach vier Tagen Behandlung geht es ihm wieder so gut, dass er sich zu Hause in Quarantäne begibt.

Der an Covid-19 erkrankte luxemburgische Ministerpräsident Xavier Bettel hat das Krankenhaus wieder verlassen. Es gebe eine "Verbesserung seines Gesundheitszustandes", teilte die Regierung mit. Der 48-Jährige werde am Freitag seine Arbeit im Homeoffice wieder aufnehmen. Bis Ende der Woche bleibe er in Quarantäne. Bettels Zustand war am Montag noch als "ernst, aber stabil" beschrieben worden. Er litt unter Atembeschwerden, musste jedoch nicht künstlich beatmet werden, wie die Nachrichtenagentur AFP aus Bettels Büro erfuhr.

Im Krankenhaus sei bei Bettel eine "unzureichende Sauerstoffsättigung" diagnostiziert worden, hieß es von Seiten der Regierung. Finanzminister Pierre Gramegna war zwischenzeitlich beauftragt worden, die Fortsetzung der Regierungsgeschäfte "bestmöglich zu gewährleisten". Der Regierungschef war am Sonntag ins Krankenhaus eingeliefert worden. Zuvor hatte er sich am 27. Juni in eine zehntägige Quarantäne begeben, nachdem er Ende Juni nach dem EU-Gipfel in Brüssel positiv auf das Coronavirus getestet worden war.

Nach Angaben seiner Sprecherin wurden die 26 anderen Staats- und Regierungschefs aber nicht als Kontaktpersonen eingestuft. In Luxemburg gilt als enger Kontakt, wenn mindestens 15 Minuten lang ohne Schutzmaßnahmen wie Maske oder Mindestabstand Kontakt zu einem Infizierten bestand. Beim EU-Gipfel seien die Hygienemaßnahmen eingehalten worden, sagte die Sprecherin. Bettel hatte am 6. Mai die erste Corona-Impfung mit dem Vakzin von Astrazeneca erhalten, die zweite Dosis wurde ihm noch nicht verabreicht.

Quelle: ntv.de, jhe/dpa/AFP

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.