Politik

Backstop-Debatte Maas stellt sich in Brexit-Frage hinter Irland

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Heiko Maas stellt sich auf die Seite Irlands.

(Foto: picture alliance/dpa)

Das britische Unterhaus erklärt sich zu Nachverhandlungen zum Austrittsvertrag bereit. Auch Außenminister Maas schließt weitere Gespräche mit Großbritannien nicht aus. In der Frage um die Grenze zu Irland bezieht er allerdings eine deutliche Stellung.

Bundesaußenminister Heiko Maas hat sich in der Brexit-Debatte klar hinter die Republik Irland gestellt. In der Frage der künftigen Grenzregelung "stehen Deutschland und die gesamte Union fest an Irlands Seite", sagte Maas den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Wir werden nicht zulassen, dass Irland in dieser Frage isoliert wird." Maas betonte, man sei bereit zu Gesprächen. Die Position der Bundesregierung sei aber klar: "Der Austrittsvertrag ist die beste und einzige Lösung für einen geordneten Austritt."

Das britische Unterhaus hatte am Dienstagabend für Nachverhandlungen zum Austrittsvertrag mit der EU gestimmt und sich gleichzeitig gegen einen harten Brexit gewandt. 317 Abgeordnete stimmten dafür, die sogenannte Backstop-Regelung für Nordirland in dem Vertrag zu ersetzen.

Dabei geht es um die Auffanglösung für die künftige Grenze zwischen der britischen Provinz Nordirland und der Republik Irland. Nach ihr bliebe das Vereinigte Königreich ohne eine Folgevereinbarung in einer Zollunion mit der EU.

"Es ist wichtig, dass sich das britische Unterhaus gestern gegen den ungeregelten Brexit ausgesprochen hat", sagte Maas. "Denn daran kann keine Seite ein Interesse haben." Gleichzeitig bemängelte er, dass es vonseiten der britischen Regierung noch keine Informationen zu den gewünschten Änderungen beim Nordirland-Backstop gäbe. "Sie muss nun zügig sagen, was sie will, denn die Zeit wird knapp", so der Bundesaußenminister.

Quelle: n-tv.de, psa/AFP

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