Politik

Bleibt der CDU treu Maaßen erteilt AfD-Avancen Absage

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Seit 30 Jahren bei der CDU: Hans-Georg Maaßen.

(Foto: dpa)

In seiner umstrittenen letzten Rede liebäugelt der bisherige Verfassungschutzpräsident mit einer Zukunft in der Politik - und bekommt daraufhin direkt eine Einladung von der AfD. Diese weist Maaßen nun zurück.

Der bisherige Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen will einem Medienbericht zufolge nicht der AfD beitreten - und lehnt damit eine Offerte von Parteichef Jörg Meuthen ab. "Ich bin seit 30 Jahren CDU-Mitglied. Ich bleibe das", sagte Maaßen der "Zeit".

In einer Abschiedsrede vor europäischen Geheimdienstkollegen im Oktober hatte er laut Redemanuskript erklärt, dass er sich etwa auch ein Leben in der Politik vorstellen könnte. AfD-Chef Meuthen hatte Maaßen daraufhin eingeladen. "Er würde gut in eine demokratische Rechtsstaatspartei wie die AfD passen", hatte Meuthen dem Redaktionsnetzwerk Deutschland gesagt. "Wenn er ein Interesse daran haben sollte, uns beizutreten, wäre er uns natürlich herzlich willkommen." Ein solcher Wechsel wäre brisant, da derzeit eine mögliche Beobachtung der AfD durch den Verfassungsschutz erwogen wird und Maaßen zu der Angelegenheit über erhebliches Insiderwissen verfügen dürfte.

Wegen umstrittener Äußerungen in der Rede hatte Bundesinnenminister Horst Seehofer Maaßen am Montag nach langem Zögern in den einstweiligen Ruhestand versetzt. Ungeachtet der Forderungen der Opposition erschien Seehofer nun allerdings nicht vor dem Innenausschuss des Bundestages. Grüne, Linke und FDP hatten dort Aufklärung über die Umstände der Abberufung von Maaßen verlangt. Statt Seehofer nahmen die Innen-Staatssekretäre Günter Krings und Stephan Mayer an der Ausschuss-Sitzung teil.

Quelle: ntv.de, ftü/dpa/AFP