Politik

Bromance in der Krise? Macrons Anruf bei Trump war "schrecklich"

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Dass Macron und Trump sich nicht immer einig sind, ist wenig verwunderlich.

(Foto: dpa)

Eigentlich verstehen sich Trump und Macron ja blendend - aber zu viel Ehrlichkeit verträgt die Beziehung der Präsidenten offenbar trotz aller Sympathie nicht. Ein Anruf von Macron kommt in den USA jedenfalls gar nicht gut an.

Wangenküsschen - gerne! Gemeinsame Dinner - auf jeden Fall! Eine imaginäre Schuppe vom Sakko schnipsen - warum nicht? Aber offen die Meinung gesagt zu bekommen, geht US-Präsident Donald Trump offenbar zu weit - aller Sympathiebekundungen zum französischen Präsidenten Emmanuel Macron zum Trotz.

Ein anonymer Mitarbeiter des US-Präsidenten hat gegenüber "CNN" offenbart, dass ein Anruf Macrons in der vergangenen Woche bei Trump "schrecklich" gewesen sei: "Macron dachte, er könnte wegen ihrer Beziehung sagen, was er denkt. Aber Trump kommt nicht damit klar, so kritisiert zu werden."

Bei dem Anruf ging es nach Angaben des Weißen Hauses um die Themen Handel und Migration. Grund für den Anruf waren die von Trump erlassenen Strafzölle auch gegen die EU, Kanada und Mexiko. Diese Entscheidung bedauerte Macron in einem Statement: "Die Entscheidung ist nicht nur illegal, sie ist ein Fehler in vielen Punkten."

Der französische Präsident sagte vor dem Anruf, dass er es bevorzugt, Dinge direkt anzusprechen anstatt durch die Presse. "Ich bin immer extrem direkt und offen. Er (Trump) ist das auch", hatte Macron schon zuvor in einem BBC-Interview verlauten lassen. "Manchmal gelingt es mir, ihn zu überzeugen, manchmal nicht." In diesem Fall kam die Ehrlichkeit bei Trump wohl gar nicht gut an.

Quelle: n-tv.de, ftü

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