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Venezuelas Präsident gibt nach Maduro lässt internationale Hilfen zu

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Präsident Maduro begründet die Stromausfälle mit Sabotage-Akten seiner Gegner.

(Foto: AP)

Die humanitäre Lage in Venezuela spitzt sich zu: Laut den Vereinten Nationen sind bereits Millionen Menschen in dem Land unterernährt - seit Wochen gibt es immer wieder Stromausfälle. Nach langem Zögern reagiert Präsident Maduro nun und erklärt sich zur Zusammenarbeit mit Hilfsorganisationen bereit.

Angesichts der dramatischen Versorgungsengpässe in Venezuela hat sich der umstrittene Präsident Nicolás Maduro bereit erklärt, internationale Hilfe anzunehmen. Nach einem Treffen mit dem Präsidenten des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), Peter Maurer, erklärte Maduro, er sei bereit "zur Errichtung eines Kooperationsmechanismus für internationale Hilfe und Unterstützung". Mit der humanitären Krise in dem südamerikanischen Land will sich heute auch der UN-Sicherheitsrat befassen.

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Maduro betonte am Dienstag nach dem Treffen mit dem IKRK-Chef im Kurzbotschaftendienst Twitter, bei der Zusammenarbeit mit der Organisation müsse die "rechtliche Ordnung" seines Landes respektiert werden. Die IKRK-Delegation hielt sich seit Samstag in Venezuela auf. Das IKRK zeigte sich in einer Erklärung "besorgt über die ernsthaften Auswirkungen, die die aktuelle Situation auf Venezolaner hat, vor allem diejenigen, die keinen Zugang zur Grundversorgung haben".

Nach Angaben der Vereinten Nationen brauchen fast ein Viertel der 30 Millionen Venezolaner dringend Hilfe. Einem UN-Bericht zufolge sind 3,7 Millionen Menschen unterernährt und mindestens 22 Prozent der Kinder unter fünf Jahren chronisch unterernährt. Maduro bestreitet, dass die Situation in seinem Land als humanitäre Krise bezeichnet werden könne. Die Bevölkerung des ölreichen Landes leidet seit Jahren unter den Folgen der Misswirtschaft.

Herausforderer Guaidó ruft erneut zu Protesten auf

In der vergangenen Nacht fiel erneut in weiten Teilen des Landes der Strom aus. Der umfassendste Stromausfall seit mehr als einer Woche begann nach Beobachtungen von Journalisten der Nachrichtenagentur AFP am späten Dienstagabend (Ortszeit). Er betraf die Hauptstadt Caracas sowie große Gebiete in mindestens 20 der 23 Bundesstaaten, wie auch den Online-Netzwerken zu entnehmen war. Nach einer Stunde ging zumindest in einigen Vierteln von Caracas das Licht wieder an. Weder die Regierung noch der staatliche Stromkonzern Corporación Eléctrica Nacional (Corpoelec) äußerten sich zu dem Stromausfall.

Frühere Ausfälle hatte Maduro mit Sabotage-Akten begründet und die USA dafür verantwortlich gemacht. Es gebe "Attacken" auf das Wasserkraftwerk von Guri, das 80 Prozent der Energie für das Land herstelle. Kritiker machen für die Stromausfälle hingegen vor allem die baufällige Infrastruktur verantwortlich. Die Opposition um den selbsternannten Übergangspräsidenten Juan Guaidó beschuldigt die Regierung, für die Ausfälle verantwortlich zu sein, die in dem südamerikanischen Krisenstaat an der Tagesordnung sind. Nach einem großen Stromausfall am 7. März war fast das ganze Land fünf Tage lang ohne Strom gewesen. Die Wasserversorgung, der Verkehr sowie Telefonnetz und Internet waren massiv betroffen.

Guaidó rief zu erneuten  Massenprotesten gegen Maduro auf. Der Machtkampf zwischen Maduro und Guaidó lähmt das Land schon seit Monaten. Guaidó, der sich im Januar selbst zum Interimsstaatschef erklärt hatte, ist Präsident des venezolanischen Parlaments. Er wird von den USA und mehr als 50 weiteren Staaten unterstützt.

Quelle: n-tv.de, jpe/AFP

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