Politik

Angebliche Invasionspläne Trumps Maduro ruft Armee zu Wachsamkeit auf

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Der venezolanische Staatschef Nicolás Maduro sieht seine Befürchtungen bestätigt.

(Foto: picture alliance / Francisco Bat)

US-Präsident Trump kann nicht viel mit Venezuela anfangen. Das ist kein Geheimnis. Doch Berichte über eine angedachte Militär-Operation in dem Staat erschrecken nun dessen Präsidenten Maduro. Er ruft zur Verteidigung des "Lebens in Frieden" auf.

Als Reaktion auf US-Medienberichte, wonach US-Präsident Donald Trump einen Einmarsch nach Venezuela in Betracht gezogen haben soll, hat der venezolanische Staatschef Nicolás Maduro die Armee des Landes zur Wachsamkeit aufgefordert. Diese dürfe "nicht eine Sekunde lang" nachlassen, forderte er bei einer Militärveranstaltung. Es gelte, "das Leben in Frieden" zu verteidigen.

Maduro berief sich auf Presseberichte, wonach Trump im August vergangenen Jahres seine außenpolitischen Berater zu der Möglichkeit eines Einmarschs in Venezuela befragt haben soll. Dem Sender CNN zufolge sei es bei den Beratungen zunächst nur darum gegangen, wie man die autokratische Führung des südamerikanischen Landes unter dem sozialistischen Präsidenten Maduro diplomatisch sanktionieren könne.

Doch dann habe der damalige Nationale Sicherheitsberater Trumps, H. R. McMaster, dem Präsidenten von einem militärischen Einschreiten abraten müssen. Laut CNN gab es allerdings zu keinem Zeitpunkt konkrete Pläne für einen Militärschlag. Einen Monat später habe Trump die Militäroption erneut zur Sprache gebracht - dieses Mal am Rande einer UN-Versammlung. Auch dort hätten jedoch alle Staats- und Regierungschefs lateinamerikanischer Länder eine militärische Aktion abgelehnt.

Maduro sagte, nach den Medienberichten sehe er sich nun in seinem Verdacht bestätigt, dass die USA einen Militärangriff gegen Venezuela planten, um an die großen Ölreserven des Landes zu kommen. Wegen Korruption, Misswirtschaft und verschleppter Investitionen in Technologie und Fachwissen ist die Erdölproduktion im dem Land von 3,5 Millionen Barrel (je 159 Liter) pro Tag auf zuletzt etwa 1,5 Millionen Barrel gesunken. Der Staat steckt in einer schweren Wirtschaftskrise und verfügt kaum noch über Devisen.

Quelle: n-tv.de, fzö/AFP/dpa