Politik

Kreisvorsitzende leicht verletzt Mann attackiert Grünen-Wahlkampfstand

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Zerstörtes Wahlplakat der Grünen in Leipzig: Landesvorsitzende Furtenbacher beklagt "oft sehr harte Angriffe bis hin zu Mordaufrufen" im Wahlkampf.

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Im sächsischen Plauen kämpfen die Grünen an einem Wahlkampfstand um Stimmen, da nähert sich ein angetrunkener Mann. Er bewirft die Politiker mit Eiern und pöbelt. Als er jemanden treten will, stürzt er und wird von der Polizei in Gewahrsam genommen. Grünen-Kandidatin Baerbock ist geschockt.

Einen Tag vor der Bundestagswahl hat ein Mann einen Wahlkampfstand der Grünen im sächsischen Plauen attackiert. Der 50-Jährige habe den Stand mit Eiern beworfen und dabei die Kreisvorsitzende der Grünen am Kopf verletzt, wie die Partei und die Polizei mitteilten. Die Vorsitzende des Kreisverbands Vogtland, Lea Sophie Gauglitz, trug ein Hämatom davon, musste aber nicht ärztlich behandelt werden.

Der Mann habe die Organisatoren des Wahlkampfstands beleidigt und beschimpft, erklärte die Polizei weiter. Beim Versuch, nach einem 55-Jährigen zu treten, sei er gestürzt und von den Anwesenden bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten worden. Der alkoholisierte Mann wurde in Gewahrsam genommen.

Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock nannte den Angriff in Plauen "schockierend". Es gelte "umso mehr", "für unsere liberale Demokratie einzustehen". Die Landesvorsitzende der Grünen in Sachsen, Christin Furtenbacher, erklärte: "Wir haben in diesem Wahlkampf viele, oft sehr harte Angriffe bis hin zu Mordaufrufen zu erdulden gehabt. Der Überfall in Plauen zeigt leider nur zu deutlich, wie schnell aus Worten Taten werden können."

In den vergangenen Wochen hatten Plakate der rechtsextremen Splitterpartei "Der III. Weg" mit der Aufschrift "Hängt die Grünen" für Empörung gesorgt. Das Landgericht München I untersagte der Partei am Montag per einstweiliger Verfügung, die Plakate weiterzunutzen. Die Entscheidung gilt bundesweit. Begründet wurde das Verbot unter anderem damit, dass der Slogan als Aufforderung zu einer Straftat zu verstehen ist.

Quelle: ntv.de, jog/AFP

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