Politik

Ein Toter und sechs Verletzte Mann sticht in Hamburger Supermarkt um sich

Im Hamburger Stadtteil Barmbek geht ein Mann mit einem Messer auf Kunden eines Supermarktes los. Eines seiner Opfer stirbt. Die Polizei nimmt den mutmaßlichen Täter wenig später fest. Es handelt sich um einen 26-Jährigen mit arabischen Wurzeln, der ausreisepflichtig war.

In Hamburg hat ein Mann mehrere Menschen in einem Supermarkt mit einem Messer attackiert. Nach Angaben der Hamburger Polizei kam ein 50-jähriger Mann ums Leben - sechs weitere Personen zwischen 19 und 64 Jahren wurden verletzt, einer von ihnen schwer. "Der Mann hat unvermittelt auf Kunden eingestochen, dabei gab es einen Toten und mehrere Verletzte", bestätigte Polizeisprecherin Heike Uhde der "Bild"-Zeitung.

Der mutmaßliche Täter konnte auf der Flucht festgenommen werden, meldete die Hamburger Polizei auf Twitter. Passanten hätten den Flüchtigen verfolgt und überwältigt. Er sei leicht verletzt worden, hieß es. Zu dem Motiv hinter der Tat gibt es bisher keine gesicherten Informationen. Erste Vermutungen, wonach es sich um einen versuchten Raubüberfall gehandelt hat, korrigierte die Polizei in einem Tweet.

Bei dem Täter handelt es sich nach Angaben der Polizei um 26-Jährigen, der in den Vereinigten Arabischen Emiraten geboren wurde. Seine Staatsangehörigkeit werde derzeit noch geklärt. Der "Tagesspiegel" hatte zuvor unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtet, der Mann sei den Behörden als Islamist bekannt. Dies hatte eine Sprecherin der Polizei am Abend nicht bestätigt.

Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz erklärte am Abend, bei dem Täter handele es sich "offensichtlich um einen Ausländer, der ausreisepflichtig war". Er habe aber nicht abgeschoben werden können, weil er keine Papiere hatte. "Zusätzlich wütend macht mich, dass es sich bei dem Täter offenbar um jemanden handelt, der Schutz bei uns in Deutschland beansprucht und dann seinen Hass gegen uns gerichtet hat", so Scholz weiter. Er sprach von einem "bösartigen Anschlag". Den Opfern und Angehörigen drückte er sein Mitgefühl aus.

Polizeisprecher Timo Zill sagte, der Mann sei mit einem Küchenmesser bewaffnet gewesen. Mehrere Augenzeugen berichteten zudem, er habe während der Tat "Allahu akbar" gerufen. Der Mann sei mit dem Messer in der Hand die Straße entlanggelaufen, sagte Anwohner Remo Pollio. "Dann hat er das Messer kurz hochgehalten und 'Allahu akbar' geschrien, das hat er zweimal gemacht." Pollio verfolgte die Flucht des Mannes von einem Backshop aus.

Polizei spricht von Einzeltäter

Meldungen, wonach ein Terror-Alarm ausgelöst wurde, dementierte die Polizei. Es werde in alle Richtungen ermittelt, hieß es. Die Mordkommission habe die Ermittlungen übernommen. Die Polizei korrigierte auch erste Berichte, wonach noch nach einem zweiten Mann gesucht werde, der sich in der Nähe des Tatortes in der Fuhlsbütteler Straße aufhalten sollte. Es handele sich "definitiv um einen Einzeltäter", hieß es.

Der Bereich rund um den Tatort im Hamburger Stadtteil Barmbek wurde großräumig abgesperrt. Rettungskräfte rückten mit einem Großangebot an, auch ein Rettungshubschrauber landete auf der Fuhlsbütteler Straße. Die Polizei bat Autofahrer, den Bereich Fuhlsbüttler Straße, Ecke Hermann-Kauffmann-Straße, großräumig zu umfahren.

Quelle: ntv.de, jug/dpa

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