Politik

Hunderttausende betroffen"Massiver Angriff" führt zu landesweiten Stromausfällen in Ukraine

07.02.2026, 09:24 Uhr
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StateEmergencyServicesUkraineTelegram07022026
Löscharbeiten an einem Warenhaus in der Nähe von Kiew. (Foto: State Emergency Services of Ukraine)

Russische Angriffe erschüttern am Morgen die Ukraine in mehreren Regionen - mit erheblichen Folgen für die Energieversorgung. Auch der Westen des Landes ist betroffen.

Ein großangelegter Angriff der russischen Streitkräfte auf die ukrainische Energieinfrastruktur hat nach Angaben des staatlichen Netzbetreibers in weiten Teilen der Ukraine für Stromausfälle gesorgt. Infolge der durch den "massiven Angriff" verursachten Schäden habe es am Samstagmorgen in den meisten Regionen Stromabschaltungen gegeben, erklärte der Netzbetreiber Ukrenergo auf Telegram. Der Angriff dauert demnach weiter noch an. Sobald die Sicherheitslage dies zulasse, werde mit Reparaturarbeiten begonnen, fügte Ukrenergo hinzu. "Kyiv Independent" zufolge waren auch weite Teile im Westen der Ukraine von den russischen Angriffen betroffen.

Attacken inmitten von Kältewelle

Ziel der jüngsten Angriffe auf die Ukraine seien Anlagen zur Stromerzeugung und -verteilung, teilt der ukrainische Energieminister Denys Schmyhal auf Telegram mit. "Der Angriff geht weiter", fügt er hinzu. Die Regierung habe im ganzen Land Notabschaltungen der Stromversorgung veranlasst. Die Reparaturarbeiten sollen beginnen, sobald es die Sicherheitslage zulasse. Der staatliche Dienst für Notfallsituationen teilte Bilder und Videos von Löscharbeiten an einem Warenhaus bei Kiew.

Trotz jüngster Verhandlungen über ein Ende des russischen Angriffskriegs in der Ukraine attackieren die russischen Streitkräfte seit Monaten massiv die ukrainische Energieinfrastruktur. Inmitten einer winterlichen Kältewelle wurde dadurch vielerorts die Energieversorgung unterbrochen. Hunderttausende Menschen sind bei Temperaturen um die minus 20 Grad Celsius ohne Strom und Heizung.

Am Donnerstag war die zweite Runde der Verhandlungen zwischen Russland, der Ukraine und den USA in Abu Dhabi zu Ende gegangen. Alle Seiten sprachen von Fortschritten, aber teils auch von schwierigen Gesprächen, einen Durchbruch für ein Ende der Kämpfe in der Ukraine gab es nicht. Kiew und Moskau vereinbarten immerhin einen Gefangenenaustausch und kündigten eine Fortsetzung der Gespräche an.

Quelle: ntv.de, mpe/AFP/rts

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