Politik

Sprengstoffgürtel gezündetMehr als 30 Tote bei Anschlag in Pakistan

06.02.2026, 13:20 Uhr
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Der Selbstmordattentäter hat laut einem Polizeisprecher vor dem Gebäudekomplex zunächst das Feuer auf Sicherheitskräfte eröffnet. (Foto: picture alliance / Middle East Images)

In der Nähe der pakistanischen Hauptstadt Islamabad werden bei einem Anschlag auf ein schiitisches Gemeindehaus mindestens 31 Menschen getötet und rund 170 verletzt. Die Zahl der Opfer könnte steigen, viele Verwundete befinden sich laut Rettungskräften in einem lebensbedrohlichen Zustand.

Bei einem Anschlag in Pakistan sind mindestens 31 Menschen in den Tod gerissen worden. Weitere rund 170 Menschen seien bei dem Attentat beim Freitagsgebet in einem Vorort der pakistanischen Hauptstadt Islamabad verletzt worden, sagte ein lokaler Behördenvertreter. Polizeiangaben nach handelte es sich um einen Selbstmordanschlag auf ein schiitisches Gemeindehaus.

Der Selbstmordattentäter habe vor dem Gebäudekomplex zunächst das Feuer auf Sicherheitskräfte eröffnet, erklärte ein Polizeisprecher unter Berufung auf Augenzeugen. In dem Gemeindehaus habe der Attentäter dann einen Sprengstoffgürtel gezündet. Trotz der großen Gewalt in Pakistans Grenzregionen sind Anschläge in den Metropolen selten.

Die Sorge vor einer noch höheren Opferzahl war angesichts der vielen Verwundeten groß. Viele befänden sich in einem lebensbedrohlichen Zustand, teilte ein Sprecher der Rettungskräfte mit. Rettungswagen eilten zum Anschlagsort. In einer Klinik in Islamabad wurde der Notstand ausgerufen, wie die pakistanische Zeitung "Dawn" berichtete.

In den vergangenen Jahren kam es in der Atommacht Pakistan wieder vermehrt zu Gewalt und Anschlägen. Am vergangenen Wochenende kamen bei Kämpfen zwischen Sicherheitskräften und mutmaßlichen Terroristen an verschiedenen Orten in der Unruheprovinz Baluchistan Dutzende Menschen ums Leben. In anderen Landesteilen verübte die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) Anschläge gegen Schiiten, die sie als Abtrünnige des Islam betrachten. Schiitische Muslime stellen etwa 20 Prozent der fast 250 Millionen Einwohner des südasiatischen Landes dar.

Quelle: ntv.de, are/dpa

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